Familie zerstört

Ehemann von Rey-Bellet beging Selbstmord

Ausland
05.05.2006 12:10
Die Ski-Welt trauert um Corinne Rey-Bellet, ihr ungeborenes Baby und ihren Bruder. Nun ist auch Gerold Stadler, der Ehemann und mutmaßliche Mörder der Schweizer Ex-Skirennfahrerin, tot aufgefunden worden, neben ihm eine Schusswaffe. Die Schweizer Polizei bestätigte in einer Pressekonferenz die allerorts getätigte Vermutung: Gerold Stadler hat sich selbst gerichtet.

Dass er seine Frau und deren Bruder erschossen hat, liegt auch für die Polizisten nahe: Stadler war dabei gesehen worden, wie er nach den Morden mit einer Waffe das Haus seiner Frau - die im dritten Monat schwanger war - verließ, und war seitdem auf der Flucht vor der Polizei. Corinnes Bruder Alain wollte in den nächsten Tagen heiraten. Ihre Mutter überlebte die Attacke schwer verletzt.

Anrainer hörten die Schüsse
Anrainer und ein Dorfpolizist hörten am Mittwoch um etwa 15:00 Uhr Schüsse im Waldgebiet bei Panex, worauf eine große Suchaktion ausgelöst wurde. In dieser Region war bereits am Montagmorgen Gerold Stadlers Auto gefunden worden. Bewaffnete Patrouillen und Hundeführer durchkämmten in der Folge das Waldgebiet. Um 20:15 Uhr wurde der Leichnam des Bankers gefunden.

Familientragödie
Die 33-jährige Corinne Rey-Bellet war im dritten Monat schwanger gewesen und hinterlässt einen zweijährigen Sohn, der nun Vollwaise ist, und eine Mutter, die die Attacke - auf sie wurden fünf Schüsse abgefeuert - schwer verletzt überlebte. 

Ehekrise als Motiv für die entsetzliche Bluttat
Hintergrund für die Bluttat war vermutlich die Ehekrise des Paares. Rey-Bellet hatte Stadler vor vier Jahren geheiratet und lebte mit ihrer Familie in Abtwil im Kanton St. Gallen. Corinne war nach Schweizer Medienberichten nach Ostern zu ihren Eltern ins Wallis gezogen. Sie hatte auch gesundheitliche Probleme, wie sie Freunden anvertraute.

Zahlreiche Erfolge, bevor sie 2003 ihre Karriere beendete
Ihren größten Erfolg feierte Corinne Rey-Bellet mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Abfahrt bei der Heim-WM in St. Moritz 2003. Einen Monat später beendete sie ihre Karriere. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City war sie Abfahrts-Fünfte geworden. Im Weltcup konnte die Speed-Spezialistin fünf Rennen gewinnen und stand insgesamt 15 Mal auf dem Siegertreppchen.

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