Sa, 18. August 2018

Um Leben zu retten

03.06.2015 10:55

Blut auf Schiene: Eisenbahner spendeten Lebenssaft

Wer Blut spendet, rettet Leben! Allein in Tirol werden täglich 170 Konserven benötigt. Rund 50 Mitarbeiter der ÖBB setzten nun ein vorbildliches Zeichen und ließen sich die Nadel ansetzen ...

"Zuletzt habe ich mir beim Bundesheer vor 26 Jahren Blut abnehmen lassen", schmunzelt ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel, dem die Anspannung wahrlich ins Gesicht geschrieben ist. Doch das Ambiente im prachtvollen Kaiser-Franz-Joseph-Saal in der Innsbrucker Bundesbahndirektion und die beruhigenden Worte von zwei Medizinerinnen lassen die Skepsis beim ansonsten äußerst wortgewandten Oberländer rasch schwinden. Nach nur wenigen Minuten war es auch schon wieder vorbei und Zumtobel – wie rund 50 weitere ÖBB-Mitarbeiter – trug dazu bei, dass womöglich dank seiner Spende bald ein Leben gerettet werden kann.

Tiroler sind Weltmeister im Blutspenden

Immer öfter stellen sich in Tirol – neben den Aktionen in den Gemeinden – ganze Unternehmen in den Dienst der guten Sache: egal ob der Pharmakonzern Sandoz, die Landesregierung oder eben die ÖBB. "Die Tiroler sind Weltmeister im Blutspenden", freut sich Josip Jelcic, Leiter des Blutspendedienstes Tirol. Etwa 35.000 Freiwilligen "zapfen" Jelcic und sein Team pro Jahr rund 50.000 Blutkonserven ab.

Viele potenzielle Spender auf Sommer-Urlaub

Trotz der unglaublich hohen Bereitschaft zu spenden, müssen aber speziell im Sommer immer wieder Aktionen ausgerufen werden, um nicht in einen Engpass zu geraten. "Viele potenzielle Spender sind zwischen Juni und September im Urlaub, einigen ist es zu heiß. Und ohne Scherz: Auch die Heuernte ist ein Grund dafür, dass es im Sommer in Tirol weniger Spenden gibt", weiß Jelcic. Dabei werden in den heißen Monaten ähnlich viele Konserven benötigt wie unter dem Jahr.

Blutkonserve muss nach 42 Tagen verbraucht sein

Die Herausforderung dabei: Die roten Blutkörperchen halten nur 42 Tage, bis dahin muss die Konserve verbraucht sein. "Plasma hingegen hält zwei Jahre, Blutplättchen nur eine Woche", sagt der Experte, der Spenderausweise verschiedenster Länder sammelte.

Welche Blutgruppe eine Spende hat, ist letztlich völlig egal. "Wichtig ist, dass gespendet wird", so Jelcic.

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