Das Land hat angekündigt, die Bürger bei einer Lösung für das Blaukalk-Problem in Brückl unbedingt einzubinden. Für viele Betroffene nur ein Vorwand. Denn im Hintergrund werde schon "an der Wiederaufnahme der Blaukalk-Verbrennung im Wietersdorfer Zementwerk gearbeitet", so die Vermutung im Tal.
Befürchtet wird, dass die Debatte über eine Lösung für das Kalkproblem daher gezielt in eine Richtung gesteuert werde. Ein Vorwurf, der am Montag bei der Bürgerversammlung in Eberstein zu einem Eklat geführt hat – Bürger fühlen sich in die Irre geführt, Besucher verließen den Saal. "Viele sind der Meinung, dass eine weitere Verbrennung von HCB-hältigem Blaukalk und Müll für das Tal nicht die Lösung sein kann", sagt Ferdinand Velik von der Initiative "Zukunft Görtschitztal".
Wie die Mitglieder dieser Gemeinschaft wollen sich zwar viele am Masterplan für die Zukunft im Tal konstruktiv beteiligen. "Wie die Zukunft im Tal aussehen wird, hängt aber wesentlich davon ab, ob weiter Müll und HCB verbrannt werden", so der Tenor. "Wird das Werk technisch aufgerüstet, wird wohl noch mehr Müll bei uns landen. Wer schützt uns dann vor dem nächsten Betriebsunfall in Wietersdorf?"
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