Di, 14. August 2018

Alle Tiere erwacht

25.03.2015 09:51

Winterschlaf im Bärenwald Arbesbach ist beendet

Während die Mitarbeiter des Bärenwalds Arbesbach einen turbulenten Winter hinter sich haben, blickt ein Teil der "Belegschaft" auf vier verschlafene, gemütliche Monate zurück: Die sechs bärigen Bewohner haben die Reparaturen der Schäden des Eisbruchs im Dezember und des Sturms im Jänner in ihren unterirdischen Höhlen verschlafen – ebenso wie das dadurch entstandene Chaos an herunterfallenden Ästen, umgeworfenen Bäumen sowie Feuerwehr- und Holzfällereinsätzen.

Seit einigen Tagen steckt jedoch der ein oder andere Bär immer wieder neugierig die Nase aus seiner Höhle, und in den Sonnenstunden der letzten Woche wurden auch schon die ersten Erkundungsgänge absolviert. Manche der waldigen Stellen sind ein wenig lichter geworden, ab und zu liegen noch Asthaufen herum. Die Bären nehmen dies – wie immer – mit Gelassenheit.

Bären ließen sich nicht aus der Ruhe bringen
"Zum Glück", so Sigrid Zederbauer, Betriebsleiterin in dem "Vier Pfoten"-Bärenschutzprojekt. "Als die Eislast Anfang Dezember zahlreiche Schäden versursachte, waren wir besorgt, dass unsere Tiere dieses plötzliche Einsperren in den Höhlen nervös macht. Aus Sicherheitsgründen waren wir aber dazu gezwungen. Unsere Schützlinge haben sich aber einfach in den hintersten Ecken der Höhlen eingerollt und frühzeitig ihre Winterruhe begonnen."

Unterirdische Winterhöhlen als Schlafquartier
Auch wenn der vergangene Winter nicht besonders streng war: Die Bären haben vier Monate fast durchgehend unterirdisch verbracht. "Viel Schnee hatten wir zwar nicht, aber es war trotzdem ein eher ungemütlicher Winter", so Zederbauer. "Unsere Bären sind allesamt nicht mehr die Jüngsten und sich daher schnell einig, dass das isolierende Strohnest in der unterirdischen Winterhöhle dem feuchtkalten Waldboden vorzuziehen ist. Daher blieben sie geschlossen 'außer Dienst'."

Wilde Spiele und Appetit nach dem Winterschlaf
Seit Kurzem sind sie aber wieder alle aktiv. Einige der Tiere werden auch schon übermütig. So sind etwa "Jerry" und "Vinzenz" regelmäßig beim ausgiebigen Spielen miteinander zu beobachten. Kein Wunder, dass da der Appetit auch wieder langsam erwacht. Nach der langen Fastenzeit in der Höhlen essen die Bären interessanterweise am liebsten Salat und Gurken. Zumindest so lange, bis das erste frische Grün im Gehege durchkommt.

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