Trotz Schutzzone

Messerattacke am Hauptbahnhof in St. Pölten

Niederösterreich
19.02.2015 10:58
Gewaltakt am helllichten Tag! In St. Pölten stach ein 16-jähriges Mädchen im Streit auf eine Freundin ein. Tatort dieser jüngsten Attacke war - wieder einmal - der Hauptbahnhof. Nach Schlägereien und Taschendiebstählen hatte die Polizei das Areal zur Schutzzone erklärt, bislang aber ohne Erfolg.

Zu einem blutigen Streit zwischen zwei 16-jährigen Schülerinnen kam es Mittwochfrüh auf dem Bahnhof in St. Pölten, obwohl dieser – wie berichtet – als speziell überwachte Schutzzone gilt. Als die Mädchen aneinandergerieten, zückte eines plötzlich ein Messer und stach zu. Anschließend flüchtete die Täterin und ließ ihre verletzte Kontrahentin einfach liegen. Das Opfer wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert. "Die mutmaßliche Täterin hat sich wenig später der Polizei gestellt und ist festgenommen worden", berichtet Staatsanwältin Michaela Obenaus.

Mehr Polizei gefordert
Nach der jüngsten Bluttat fordern Anrainer und Pendler, dass die vor Jahren geschlossene Polizeiinspektion am Bahnhof wieder besetzt werden soll. In Geschäften der Station liegen bereits Unterschriftenlisten auf. Erst im Dezember war es zu einer Massenschlägerei mit mehr als 20 Verletzten gekommen, auch Taschendiebstähle und Bettelei sind an der Tagesordnung. Ein besorgter Pendler: "Was muss noch alles passieren, damit die Kontrollen verstärkt werden?"

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