Anschlagsziele

Satirischer Reiseführer gibt Terroristen Tipps

Österreich
18.02.2015 16:30
Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Großbritannien und zuletzt Dänemark! Nach den USA wird Europa in seinen Grundfesten vom islamistischen Terror erschüttert. Ein kleiner Buchverlag macht sich das zunutze und gibt einen satirischen Wien-Führer heraus - mit "lustigen Tipps" zu lohnenden Anschlagszielen für Sprengstoff- und sonstige Attentäter.

Verarschen macht Spaß, aber in Zeiten wie diesen mit dem Jahrtausend-Übel Terror Schabernack zu treiben? Dieser Schuss kann nach hinten losgehen. Etwa wenn der Holzbaum-Verlag in seiner satirischen Reiseserie "prologott" im Führer "Wien wie es wirklich scheint" ein ganzes Kapitel potenziellen Terrorzielen in der Bundeshauptstadt widmet: So wird empfohlen, sich die Donaukanalschleuse in Nussdorf vorzunehmen. Mit einer Sprengung könne man zwar nicht die City fluten, jedoch: "Die Erhöhung des Wasserstandes würde reichen, eine ordentliche Sauerei anzurichten."

Auch die Zwillingstürme des AKH locken, "wenn Sie hohe Opferzahlen wollen". Besonderer Anreiz: "2.000 Betten, 9.000 Mitarbeiter und überfüllte Ambulanzen lassen das Terrorherz höher schlagen." Noch Anregungen gefällig?

  • Prater-Liliputbahn: Fährt langsam, ist "daher sehr anfällig für Raketenbeschuss".
  • Kapuzinergruft: Vorwiegend Touristen. Ideal wären Giftgas oder Granaten.
  • Forschungsreaktor der TU Wien: "Der Heilige Gral des Terrorismus".
  • Stephansdom: Austausch des Turmkreuzes gegen einen Halbmond "würde ungeheure Entrüstung in Österreich hervorrufen".

Der Verlag erklärt dazu: Das Buch sei schon vor dem Paris-Anschlag erschienen, im Augenblick aber "natürlich nicht zeitgemäß".

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