Der Streit zwischen Alexander Zverev, der Nummer eins der Welt, und Tennis-Legende Boris Becker scheint zu eskalieren. „Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt. Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht“, konnte sich Zverev einen Seitenhieb in Richtung seines Landsmannes nicht verkneifen.
Was war passiert? Im Interview mit dem „Spiegel“ hatte Becker unter anderem über die Beliebtheitswerte von Zverev gesprochen. „Seine Eltern kommen aus Russland, er spricht auf dem Platz Russisch mit seiner Box. Politisch äußert er sich überhaupt nicht zum Krieg in der Ukraine, was ich persönlich verstehe, aber es kommt natürlich nicht so gut an“, meinte der 58-Jährige.
Und er legte nach: „Dann trägt er seit Jahren diese drei Goldkettchen als Glücksbringer und er zupft ständig am Hemd, weil sie stören, das ist immer wieder Thema. Das sieht nicht so doll aus, stimmt, aber das ist seine Sache.“ Zudem sei Zverev „in englischen Interviews deutlich sympathischer als auf Deutsch. Da hat er Charme und Witz, er ist sprachgewandt, er kann selbstironisch sein. Auf Deutsch ist er oft schroff und abgehackt, gegenüber Journalisten auch nicht gerade freundlich.“
„Er erzählt wie immer relativ viel Blödsinn“
Aussagen, die bei Zverev für Kopfschütteln sorgen. „Ich habe nur kleine Ausschnitte gesehen, deswegen glaube ich, ist es nicht fair, wenn ich große Kommentare mache“, sagte Zverev nach seinem überraschenden Aus in Paris am Mittwoch. Doch dann knöpfte er sich Becker vor: „Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt. Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache. Wenn er der Meinung ist, dass er das braucht, dann soll er das machen.“

Die Forderung, dass er sich zum russischen Krieg gegen die Ukraine äußern soll, konnte Zverev nicht nachvollziehen. „Das fand ich auch irgendwie komisch. Warum auch immer. Ich habe da eine sehr klare Meinung zu. Mich hat nie jemand danach gefragt. Ich werde aber nicht auf Instagram gehen und irgendwelche Kommentare abgeben. Das bin ich nicht. Das habe ich noch nie gemacht. Das werde ich auch nie machen“, so der 29-Jährige. Nachsatz: „Ich glaube, dass er momentan einfach nach allem sucht, um mich ein bisschen runterzumachen!“
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