Eine letzte Saison, dann ist Schluss! Freestyle-Snowboarderin Anna Gasser wird ihre Karriere nach dem bevorstehenden Winter beenden, wie die 35-jährige Doppel-Olympiasiegerin am Freitag bekannt gab.
Es war bis zuletzt ein gut behütetes Geheimnis. Nun steht fest, dass Anna Gasser ihre Snowboard-Karriere auch im Wettkampfzirkus fortsetzt. „Ich habe geplant, dass ich die Österreich-Highlights noch mitnehme“, sagte die Doppel-Olympiasiegerin aus Kärnten am Freitag beim ÖSV-Einkleidungstermin in Pasching. „Es wird mir schwer gemacht aufzuhören, wenn am Anfang meiner Karriere kein einziges Event in Österreich ist und jetzt sind es drei.“
Für die Heim-WM im Montafon (März) sowie das Air & Style (Airdrenaline) am Innsbrucker Bergisel (27./28. November) und den Kreischberg-Weltcup (8./9. Jänner) will die 35-Jährige noch einmal tief in die Trickkiste greifen. „Ich habe eine offene Rechnung mit Tricks, die ich noch nicht im Wettkampf gezeigt habe, aber die letzten Jahre schon hart trainiert habe.“ Sie betonte aber auch: „Ich werde es nicht mehr erzwingen. Ich muss gesund bleiben, muss fit bleiben und mich sicher fühlen. Wenn alles passt, und zurzeit fühle ich mich gut, dann bin ich bei den Österreich-Sachen dabei. Sonst nichts.“
Besonders freut sich Gasser auf die Rückkehr von Big Air nach Innsbruck. Das Air und Style habe sie als Kind begeistert verfolgt. „Das waren vielleicht sogar meine ersten Berührungspunkte mit Snowboarden und ich dachte mir: Die sind so cool“, sagte Gasser. „Sie machen so viele Zuckerle genau in diesem Jahr, wenn ich eigentlich in eine andere Richtung weiter will. Es ist eine Motivation, am Bergisel zu stehen und nach Innsbruck zu schauen.“
Fitter als beim Olympia-Einsatz
Zwei Olympia-Goldene (2018, 2022), zwei WM-Titel, 13 Weltcup-Erfolge und fünf Triumphe bei X-Games zieren ihre Erfolgsbiografie. Im vergangenen Februar war Gasser bei Olympia in Italien ohne Medaille geblieben. In der Vorbereitung auf die Winterspiele, die mit den Plätzen acht (Big Air) und zehn (Slopestyle) unzufriedenstellend geendet hatten, war Gasser von einer Schulterverletzung zurückgeworfen worden. „Ich hatte das Gefühl, ich konnte nicht das zeigen, was ich eigentlich kann“, sagte Gasser nun.
Ich habe eine offene Rechnung mit Tricks, die ich noch nicht im Wettkampf gezeigt habe.

Anna Gasser
Bild: GEPA
Im diesjährigen Sommer blieb die Millstätterin verletzungsfrei. „Ich habe auch trainiert, weil ich für die Filmprojekte, die ich noch vorhabe, fit sein muss. Ich habe spaßhalber gesagt: Wenn morgen Olympia wäre, wäre ich besser vorbereitet als damals.“
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