Der Wirbel um Cristiano Ronaldo und Portugals Nationalteam hat auch seine Mutter schwer getroffen. Maria Dolores dos Santos Aveiro sprach nun erstmals über den Eklat rund um ihren Sohn. „Sie würdigen ihn nicht so, wie sie es sollten.“
„Ich bin traurig, das ist normal. Es war ein Schock. Mein Sohn hätte durch die große Tür gehen können, und so ist er durch die kleine Tür gegangen. Aber das macht nichts, Gott wird sich darum kümmern …“, sagte die 71-Jährige im Gespräch mit der portugiesischen Zeitschrift „TV 7 Dias“.
Und weiter: „Ich habe ein bisschen geweint. Das tut auch gut, um etwas loszulassen. Wir müssen das jetzt überwinden.“
Erstes Telefonat nach dem Knall
Dolores berichtete auch von ihrem ersten Gespräch mit Ronaldo nach dessen Abreise aus dem Teamcamp in Dänemark. „Er sagte zu mir: ‘Mama, mach dir keine Sorgen. Ich werde die Wahrheit sagen, wenn wir alle zusammen sind.‘ Und ich antwortete: ‘Okay, mein Sohn, dreh die Sache wieder herum.‘ Und das war es. Ich sagte ihm, er solle ruhig bleiben, aber nun ja, sein Kopf hat ihn dazu gebracht, das zu tun. Wir werden sehen. Ich habe ihm meine ganze Unterstützung gegeben, es hat nichts gebracht. Aber das macht nichts. Er hat Portugal so viel gegeben, deshalb ist er immer da. Er war schon immer der Held Portugals.“
„Sie schätzen Cristiano nicht“
Ronaldos Mutter kritisierte zugleich den Umgang mit ihrem Sohn. „Sie würdigen ihn nicht so, wie sie es sollten. Sie schätzen Cristiano nicht. Das ist eben der Portugiese, den wir haben.“
Ronaldo hatte nach seiner Abreise in einem ausführlichen Statement von einem „absoluten Vertrauensbruch“ mit Nationaltrainer Jorge Jesus gesprochen.

Der Vorwurf: Jesus habe sich zweimal nicht an sein Wort gehalten. Ronaldo soll zugesichert worden sein, gegen Norwegen 30 Minuten zu spielen, kam letztlich aber nicht zum Einsatz. Danach soll sich Jesus laut Ronaldo außerdem verpflichtet haben, bei einer Pressekonferenz eine bestimmte Linie zu verfolgen – angeblich auf Wunsch des Trainers selbst und mit Zustimmung des Portugal-Kapitäns. Mit den späteren Aussagen von Jesus vor den Journalisten war Ronaldo jedoch nicht einverstanden und entschied sich daraufhin, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen.
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