Großer Ärger im kleinen Ort Bierbaum am Kleebühel im Bezirk Tulln. Statt mit 50 km/h sausen Autofahrer oft mit 100 km/h durch, behaupten jedenfalls die dort ansässigen Bewohner.
Ein Sommer voller Hitzewellen bedeutet auch: viele Nächte, in denen man mit offenem Fenster schläft. Wie auch Raimund K. aus Bierbaum am Kleebühel – ein kleiner Ort, der zur Marktgemeinde Königsbrunn am Wagram im Bezirk Tulln gehört. „Ständig fahren Leute mit 80 bis 100 km/h durch den Ort, vor allem nachts ist das extrem laut“, klagt er.
Durch Bierbaum hindurch verläuft die Landstraße 45, auf der im Ortsgebiet eigentlich nur 50 km/h erlaubt sind. Im direkt angrenzenden Ort Absdorf sind seit Kurzem sogar nur 30 km/h erlaubt. „Es ist ein Wahnsinn, dass hier nichts unternommen wird!“, ärgert sich Herr K., der nun mit geschlossenem Fenster schläft. Immer wieder wurde er im Sommer vom lauten Aufheulen der Motoren und von quietschenden Reifen geweckt. Und: „Jede Woche liegt hier eine tote Katze oder ein Igel am Straßenrand – offensichtlich überfahren“.
Wir werden uns die Stelle noch genauer ansehen. Die Exekutive berichtet aber von ruhigen Dienstfahrten durch den Ort.

Bürgermeister Franz Stöger
Bild: Gemeinde Königsbrunn
Exekutive „ist dahinter“
Königsbrunns Ortschef Franz Stöger meint: „Wir sind dahinter, hin und wieder steht die Exekutive schon dort“. Von der Bezirkshauptmannschaft heißt es: „Da durch den Ort nicht so viele Autos fahren, steht dort auch nicht täglich die Polizei“. Zudem gebe es für die Region auch pro Tag nur eine Streife, die nicht jeden Tag im selben Ort stehen kann. Raser sollten dennoch zur Anzeige gebracht werden, appelliert die Behörde an jene Bewohner, die Unruhestifter beobachten.
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