Ausgerechnet bei der Sauberkeit setzt Linz den Rotstift an. Wegen der angespannten Finanzlage wurden die Reinigungsleistungen in der Innenstadt zurückgefahren. Das sorgt bei VP-Stadtvize Martin Hajart für Kritik – und selbst die zuständige Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) zeigt sich entsetzt.
Wie die „Krone“ erfuhr, wurde gleich an mehreren Stellen gekürzt: Die Landstraße, die bislang alle zwei Wochen durchgewaschen wurde, kommt künftig nur noch alle drei Wochen dran. Statt drei sind dafür nur noch zwei Wasserwägen unterwegs. Auch die Mistkübel werden deutlich seltener entleert: Statt täglich zwischen 14 und 22 Uhr sind Mitarbeiter dafür nur noch dienstags, donnerstags und freitags in wesentlich kürzeren Zeitfenstern im Einsatz. Zudem wurden Wochenend-Überstunden der Reinigungskräfte gestrichen.
„Sparen am falschen Fleck!“
„Es muss der zunehmenden Verwahrlosung der Innenstadt entgegengewirkt werden. Die Reinigung zu reduzieren ist Sparen am falschen Fleck!“, kritisiert Hajart. Beschwerden über eine schmuddelige Innenstadt gebe es ohnehin regelmäßig.
„Gehört rückgängig gemacht“
Auch Schobesberger will die Kürzungen nicht hinnehmen. „Das ist nicht von mir ausgegangen, sondern es handelt sich dabei um Überstundenreduzierungen und Sparvorhaben des Magistrats.“ Gerade den Zeitpunkt hält sie für fatal: „Hier ausgerechnet im Sommer, wenn es aufgrund der Trockenheit zu keiner natürlichen Reinigung kommt, zu sparen, ist absolut indiskutabel und gehört sofort rückgängig gemacht.“
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