Werk in der Slowakei
Anschlagspläne auf Drohnenfabrik vereitelt
In der Slowakei hat die Polizei einen möglichen Brandanschlag auf eine Drohnenfabrik verhindert. Ziel sei ein Produktionsnetzwerk für unbemannte Flugobjekte im Osten des Landes gewesen, teilten die Behörden mit. Ob in dem Werk Drohnen für die Ukraine angefertigt werden, war zunächst nicht bekannt.
Zwei Beschuldigte seien in der Slowakei festgenommen worden, ein dritter auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Deutschland, hieß es. Ihnen droht nun eine Anklage wegen Gefährdung der Allgemeinheit. Diese Straftat wird begangenen, wenn eine Gefahr für Leib oder Leben vieler Menschen oder für fremdes Eigentum in großem Ausmaß herbeigeführt wird.
Bei Razzien stellten die Ermittlerinnen und Ermittler eine größere Menge an Brandmischung, Werkzeuge, Mobiltelefone sowie einen handschriftlich ausgearbeiteten Plan sicher. Bei der Brandmasse hat es sich laut ersten Erkenntnissen um improvisiertes Napalm gehandelt, eine Mischung aus Benzin und Verdickungsmittel. Grundlage für die Ermittlungen sind Hinweise des slowakischen Nachrichtendiensts SIS und des Militärgeheimdiensts.
„Falls es zu dem Angriff gekommen wäre, hätten ein umfangreicher Brand, eine Gefährdung von Leben und Gesundheit (der Arbeiter) sowie Sachschäden von großem Umfang gedroht“, teilte die Polizei mit. In dem Werk sind ungefähr 70 Menschen beschäftigt. Der Wert beträgt Dutzende Millionen Euro. Die Beschuldigten sollen im Auftrag von Dritten gehandelt haben. Nähere Angaben machten die Behörden am Dienstag nicht.

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