Die Eliteeinheit des Österreichischen Bundesheers, das Jagdkommando, gehört weltweit zu den best ausgebildeten Truppen. Mit herausfordernden Übungen wird das Können der Elitesoldaten weiter geschliffen – so wie ab heute in Kärnten.
Unter dem Titel „SERE“ findet von heute bis 4. September in Kärnten eine große Übung des Österreichischen Jagdkommandos statt. „SERE“ steht für „Survive, Evade, Resist, Extract“ – auf Deutsch „Überleben, Ausweichen, Widerstand, Rückführung“. Rund 130 Soldaten des Jagdkommandos – unterstützt von der Kärntner Polizei und internationalen Soldaten – werden vom Truppenübungsplatz Glainach aus verschiedene Szenarien trainieren.
„Bei dieser Übung ist auch der Einsatz von militärischen Hubschraubern sowie teilweise Landungen in den Übungsräumen, vor allem am Übungsplatz in Glainach bei Ferlach, vorgesehen“, erklärt Christoph Hofmeister, Presseoffizier des Militärkommandos Kärnten. Bis zur Turrach wird es dabei für die Soldaten im Rahmen der Übung gehen: „Es ist möglich, dass sie sich bis zu 48 Stunden in den Bereichen aufhalten.“
Hubschrauber und Fallschirmspringer
„Es kommen auch 25 Räderfahrzeuge sowie vereinzelt Bundesheer-Hubschrauber vom Typ ‚Agusta Bell 212‘, Bell OH-58 ,Kiowa‘ und ,S-70-Black Hawk‘ sowie Drohnen und eine Pilatus PC-6 ,Turbo Porter‘ zum Einsatz“, erklärt Hofmeister. Zeitgleich werden die Fallschirmspringer in Klagenfurt üben (wir berichteten) und dabei von einer Embraer C-390 der portugiesischen Luftstreitkräfte, einem riesigen Transportflugzeug, unterstützt.
Munition und Fluglärm
Das Bundesheer spricht auch eine dringende Warnung an die Bevölkerung aus: „Die Verwendung von Knall-, Markier-, Leucht- und Signalmunition ist in geringem Ausmaß vorgesehen. Das Sammeln von Munition und Munitionsteilen ist gefährlich. Nicht berühren! Bitte Meldung an die nächste Polizeiinspektion erstatten.“ Zusätzlich sei im Zeitraum der Übung mit Fluglärm zu rechnen – auch in der Nacht.
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