Nach den massiven Ausschreitungen im Südwest-Derby des DFB-Pokals zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (0:1) hat der Deutsche Fußball-Bund eine Analyse angekündigt. Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel spricht indes von „Kriminellen“.
Die Vorfälle würden „umfassend aufgearbeitet“, hieß es in einem unmittelbar nach dem Erstrundenspiel veröffentlichten Instagram-Post des DFB. „Der Deutsche Fußball-Bund wird die Berichte auswerten und den zuständigen Gremien zuleiten.“ Für sicherheitsgefährdendes Verhalten sei im Fußball kein Platz, hieß es abschließend.
Polizei schreitet mit Pferden ein
Nach torlosen 90 Minuten eskalierte die Situation im Carl-Benz-Stadion, als nach einer Rudelbildung zwischen den Spielern auf dem Rasen auch noch einige FCK-Anhänger Feuerwerkskörper in den Sitzplatzbereich schossen. Daraufhin stürmten Mannheimer Fans den Platz. Einsatzkräfte der Polizei – auch zu Pferd - mussten einschreiten, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Zeitweise drohte die Partie abgebrochen zu werden.
Bei den Ausschreitungen wurden nach Angaben der Polizei 33 Beamte der Bundespolizei sowie zwei Polizisten aus Baden-Württemberg leicht verletzt. Insgesamt waren rund 1.400 Polizeibeamte im Einsatz
Innenminister entsetzt
Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel verurteilte die Szenen. „Das war heute in Mannheim kein normales Derby“, erklärte der CDU-Politiker.
„Wer den Fußball als Bühne für Gewaltexzesse missbraucht, andere Fans mit Absicht in Gefahr bringt und vor allem auch Sicherheitskräfte verletzt, ist kein Fan, sondern ein Krimineller. Genau so werden wir diese Typen auch behandeln, um Recht und Ordnung in unseren Stadien durchzusetzen.“
Zugleich lobte Hagel die Einsatzkräfte. Die Polizei habe „Großartiges geleistet und meine volle Rückendeckung“, sagte er. Die Mannheimer Polizei sei „hochprofessionell vorbereitet“ gewesen.
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