TREFFEN ALTER FREUNDE

Ein Auswärtsdreier vor der eigenen Haustür?

Fußball Unterhaus
19.08.2026 18:00

Oberpullendorfs Coach Florian Hotwagner trifft am Freitag in der 3. Runde der Burgenlandliga auf alte Weggefährten. Der 36-Jährige coachte einst den kommenden Gegner – feierte sogar einen heroischen Cuptitel. Zum Auswärtsspiel geht der Wahl-Pinkafelder zu Fuß. 

Das wird schon eine ganz spezielle Partie, wenn man bedenkt, dass ich zum Auswärtsmatch zu Fuß gehen kann“, schmunzelt Oberpullendorf-Coach Florian Hotwagner. Morgen gastiert sein SCO beim SC Pinkafeld. Kein Derby, kein Auf- oder Abstiegskracher – und trotzdem für zumindest einen Mann das Spiel des Jahres. Denn Hotwagner ist Wahl-Pinkafelder. Und das mit ziemlich kurzem Dienstweg.

“Das vergisst du nie“
„Nein, das war keine Floskel, ich wohne wirklich nur fünf Minuten vom Sportplatz entfernt“, lacht er. Doch nicht nur privat ist der 36-Jährige eng mit dem SCP verbunden. Von 2018 bis 2020 stand er selbst an der Seitenlinie bei den Südburgenländern. Krönte seine Zeit mit einem heroischen Cupsieg. „So etwas vergisst du nie. Mit dem Titel hat damals fast keiner gerechnet“, erinnert er sich.

Maturakollege als Gegenüber
Entsprechend viele bekannte Gesichter warten morgen auf ihn. Eines davon sogar direkt gegenüber an der Seitenlinie: Pinkafeld-Trainer Benjamin Posch. Die beiden sind Jahrgangskollegen und drückten einst gemeinsam in der Maturaklasse die Schulbank. „Ich kenne Benni schon ewig. Wir sind nach wie vor in gutem Kontakt und reden natürlich immer wieder über Fußball“, so Hotwagner.

Auch am Freitag will Oberpullendorf in Pinkafeld siegen.
Auch am Freitag will Oberpullendorf in Pinkafeld siegen.(Bild: SC Oberpullendorf)

„Dann wird’s später“
Alte Freundschaft hin oder her – für 90 Minuten wird sie auf Eis gelegt. „Am Ende des Tages ist es eine Auswärtspartie, bei der es um drei Punkte geht.“ Wenn der SCO diese tatsächlich entführt – traut sich Hotwagner danach überhaupt noch durch Pinkafeld nach Hause? „Dann wird’s vielleicht ein bisschen später. Da sind nicht mehr so viele Leute auf der Straße“, lacht er. Ganz unabhängig vom Ergebnis ist eines ohnehin fix: Mit „Spetzl“ Posch gibt’s danach ein gemeinsames Bier. Praktisch, dass dann der Heimweg nicht mehr ganz so weit ist...

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