Die Biber sorgen nun auch in St. Pölten für massive Probleme. Entlang des Mühlbachs haben die Tiere die Dämme derart stark untergraben, dass Einbruchgefahr besteht. Die Stadt zieht die Notbremse und sperrt den betroffenen Bereich auf unbestimmte Zeit.
Der Biber breitet sich in Niederösterreich weiter aus – und hinterlässt dabei nicht nur in der Landwirtschaft seine Spuren. Nun sorgen die fleißigen Nager mitten in St. Pölten für ein Sicherheitsproblem. Betroffen ist der Mühlbach zwischen Sonnenpark und Veranstaltungszentrum VAZ.
Bei einer Begehung am Donnerstag wurden der Mühlbach und die angrenzenden Dämme genauer unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass die Tiere die Dämme massiv untergraben haben. Für Spaziergänger besteht laut Stadt dadurch die Gefahr, dass der Boden einbricht.
Sperre gilt ab sofort
Die Stadt reagierte umgehend und verhängte ein Betretungsverbot. Dieses gilt entlang des Mühlbachs von der Brücke bei der Landsbergerstraße bis zur Brücke bei der Stadtsportanlage. Entsprechende Hinweistafeln wurden bereits aufgestellt. Wie lange der Bereich gesperrt bleiben muss, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
Dabei kommt das Problem keineswegs überraschend. Entlang des Mühlbachs mussten in der Vergangenheit immer wieder Schäden repariert werden. Nach Angaben der Stadt haben diese allerdings aufgrund der rasanten Vermehrung der Biberpopulation deutlich zugenommen.
Reparaturen alleine reichen nicht mehr
Mit dem laufenden Ausbessern der betroffenen Stellen dürfte es deshalb nicht mehr getan sein. Die Stadt arbeitet nun an einem Konzept für langfristige Präventionsmaßnahmen. Welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden sollen, ist noch offen. Erst nach deren Durchführung und Evaluierung kann das Betretungsverbot wieder aufgehoben werden.
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