Mo, 17. Dezember 2018

"Anschwärzprämie"

22.10.2014 10:35

Illegale Software: Bis zu 10.000 Euro für Hinweise

Die Business Software Alliance bietet in Deutschland erstmalig Belohnungen für Hinweise auf unlizenzierte Software in Unternehmen. Unter dem Motto "Zivilcourage zahlt sich aus!" verspricht der internationale Software-Branchenverband bis zu 10.000 Euro fürs Anschwärzen.

Unter anderem mit Anzeigen auf Facebook wirbt der Verband dafür, Hinweise abzugeben und illegale Software zu melden. Dafür stellt die BSA eigens ein entsprechendes Online-Formular bereit. Erklärtes Ziel sei es, "den Einsatz unlizenzierter Software zu bekämpfen", so der Verband in einer Mitteilung.

"Sprunghafter Anstieg von Hinweisen" durch Belohnung
Erfahrungen in anderen Ländern hätten gezeigt, "dass Belohnungen zu einem sprunghaften Anstieg von Hinweisen auf unlizenzierte Software in Unternehmen führen und damit dem Schutz des Urheberrechts dienen". Die Höhe der Belohnung bemisst sich nach den Umständen des Hinweises und ist auch von der Höhe der Schadensersatzzahlung des erwischten Unternehmens abhängig.

"Die Belohnung für Hinweise auf unlizenzierte Software in Unternehmen kann bis zu zehn Prozent der Schadensersatzzahlung betragen - bis zu einer Obergrenze von 10.000 Euro", so Georg Herrnleben von der BSA. Belohnungen würden jedoch nur für Hinweise gezahlt, "die zu einem für die BSA oder ihre Mitgliedsfirmen erfolgreichen Urteil oder Vergleich führen".

Jede vierte Software in Deutschland nicht lizenziert
Dem Softwareverband nach ist allein in Deutschland jedes vierte Programm unlizenziert. Dies sei "kein Kavaliersdelikt" und verursache "hohe wirtschaftliche Schäden". "Wir sind daher der Meinung, dass es auch in Deutschland belohnt werden sollte, wenn Personen die Zivilcourage besitzen und gegen gewerbliche Urheberrechtsverletzungen vorgehen, indem sie diese anzeigen", so Herrnleben.

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