Mo, 10. Dezember 2018

Gäste zwangsbeglückt

06.10.2014 13:57

Private WLAN-Hotspots blockiert: Strafe für Hotel

Weil sie mobile Hotspots der Gäste blockiert hat, um diesen im Gegenzug teure Internetzugänge über das hauseigene WLAN-Netz verrechnen zu können, hat sich die Hotelkette Mariott in den USA mit der Telekom-Aufsicht FCC zur außergerichtlichen Zahlung von 600.000 US-Dollar (478.000 Euro) bereit erklärt. Einem Bericht der "Tech Times" zufolge waren einigen Hotelgästen durch die WLAN-Zwangsbeglückung Schäden in Höhe von bis zu 1.000 Dollar (797 Euro) entstanden.

In vielen Hotels ist er nach wie vor nicht im Zimmerpreis inkludiert: der Zugang ins Internet über das hauseigene WLAN-Netz. Im Gegenteil: Mit teils horrenden Stundentarifen kassieren Hotels hier oftmals sogar richtig ab. Kein Wunder also, dass viele Gäste versuchen, über von ihnen eigens errichtete mobile Hotspots günstiger ins Netz zu gelangen.

Zumindest in einem Marriott-Hotel im US-Staat Nashville hatten sie damit keinen Erfolg. Der FCC zufolge sollen dort Mitarbeiter seit 2012 gezielt von Gästen errichtete WLAN-Hotspots aufgespürt und mittels Störsendern blockiert haben. Betroffene sahen sich daraufhin genötigt, das hoteleigene WLAN zu teuren Tarifen zu nutzen. Laut "Tech Times" sollen Gästen zwischen 250 und 1.000 US-Dollar verrechnet worden sein.

"Inakzeptabel" versus "rechtmäßig"
Die FCC bezeichnete das Vorgehen, absichtlich persönliche Hotspots zu deaktivieren und gleichzeitig hohe Gebühren für die Nutzung des hoteleigenen WLAN-Netzes zu verrechnen, als "inakzeptabel". Dies habe Gäste in die "unhaltbare" Position gebracht, entweder zweimal für den gleichen Service zu zahlen oder gänzlich aufs Internet verzichten zu müssen.

Die Hotelkette selbst will die Vergleichszahlung nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen. Eine Marriott-Sprecherin bezeichnete das Vorgehen dem Bericht nach als "rechtmäßig". Wie viele andere Institutionen und Unternehmen in anderen Branchen auch, beispielsweise Krankenhäuser und Universitäten, habe man das eigene WLAN-Netzwerk mit von der FCC autorisierten Geräten angesehener Hersteller geschützt.

Schutz vor "Schurken-Hotspots"
Und weiter: Es sei im besten Interesse, dass Gäste das hoteleigene WLAN nutzten, um sie vor "Schurken-Hotspots" zu beschützen, die verwendet werden könnten, um Internetdienste zu untergaben und Cyberangriffe zu starten.

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