Engländer teilen aus

„Eingezogener Schwanz“: Heftige Kritik an Tuchel

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Von krone Sport

Teamchef Thomas Tuchel steht mit England im WM-Achtelfinale und muss sich trotzdem eine Menge Kritik anhören. 

Der knappe 2:1-Erfolg gegen DR Kongo sorgt auf der Insel für heftige Diskussionen. Der britische „Mirror“ teilt besonders gegen Trainer Thomas Tuchel aus. Journalist Ryan Taylor wirft dem Deutschen vor, das Chaos seiner Mannschaft selbst verursacht zu haben und es erst dank der Trinkpausen wieder in den Griff bekommen zu haben. „Diese mitreißende Achterbahnfahrt in Atlanta muss Tuchel als der Weckruf dienen, den er brauchte, denn seine Loyalität gegenüber bestimmten Spielern und Spielkombinationen hätte die ‘Three Lions‘ beinahe nach Hause geschickt“, heißt es in dem Bericht.

England-Teamchef Thomas Tuchel
England-Teamchef Thomas Tuchel(Bild: AFP/RICHARD PELHAM)

„Eingezogener Schwanz“
Mit Blick auf das Achtelfinale gegen Gastgeber Mexiko warnt der „Mirror“: „Sie müssen nun jeden noch so kleinen Vorteil nutzen, der in ihrer Macht steht, wenn sie Mexiko besiegen wollen. Wenn sie so spielen wie in den ersten 75 Minuten, werden sie das Estadio Azteca nach einer einseitigen Niederlage mit eingezogenem Schwanz verlassen.“

Kritik an Tuchels Personal
Der „Mirror“ sieht die Probleme vor allem in Tuchels Personalentscheidungen. „Das beginnt mit der Aufstellung der richtigen Startelf: Etwas, das Tuchel bisher noch nicht geschafft hat. Es gibt Stimmen, die behaupten, er kenne seine beste Aufstellung noch immer nicht, und das ist in dieser Phase des Turniers zweifellos ein Grund zur Sorge.“

Kane rettet England
England geriet gegen die DR Kongo bereits nach sieben Minuten in Rückstand und wirkte lange ideenlos sowie defensiv anfällig. Erst ein Doppelpack von Harry Kane brachte die „Three Lions“ auf die Siegerstraße und ins Achtelfinale, wo nun Gastgeber Mexiko wartet. Die Mittelamerikaner haben bislang alle WM-Spiele gewonnen.

England steht im WM-Achtelfinale – dank Harry Kane.
England steht im WM-Achtelfinale – dank Harry Kane.(Bild: AFP/ODD ANDERSEN)

Probleme in der Defensive
Vor allem die Defensive von England steht im Fokus. Gegen die DR Kongo spielte die Viererkette erstmals in dieser Besetzung zusammen – mit entsprechenden Abstimmungsproblemen. Auch die rechte Abwehrseite sorgt für Diskussionen. Tuchel nominierte zunächst Reece James, der sich jedoch verletzte. Der „Mirror“ kritisiert, dass dies angesichts seiner Verletzungshistorie wenig überraschend gewesen sei. Ersatzmann Tino Livramento fiel ebenfalls noch vor Turnierbeginn aus, weshalb schließlich Innenverteidiger Trevoh Chalobah nachnominiert wurde. Offensivstars wie Cole Palmer oder Phil Foden blieben dagegen außen vor.

Interessant: Stabiler wurde England erst nach einer Umstellung während der Partie. Declan Rice rückte zeitweise auf die rechte Abwehrseite, das Spiel der „Three Lions“ wirkte danach deutlich ausgeglichener. Für den „Mirror“ ein weiterer Beleg dafür, dass Tuchels ursprünglicher Matchplan nicht aufging. Bleibt abzuwarten, welche Elf Tuchel gegen Mexiko spielen lässt ...

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