Paukenschlag beim Ski-Weltverband! Nicht einmal ein Jahr nach seinem Amtsantritt tritt Urs Lehmann als CEO der FIS mit sofortiger Wirkung zurück. Hintergrund ist ein schweres Zerwürfnis mit FIS-Präsident Johan Eliasch.
Wenige Tage vor dem FIS-Kongress mit der Wahl des Präsidiums ist Urs Lehmann als Geschäftsführer des Internationalen Skiverbandes abgetreten. Der Schweizer reichte nach SDA-Angaben seinen Rücktritt ein. Schweizer Medienberichten zufolge ist der Abgang die Folge neuer, nicht konkret genannter Zerwürfnisse mit dem FIS-Präsidenten Johan Eliasch. Der 64-jährige Eliasch kandidiert am 11. Juni in Belgrad für eine weitere Amtszeit.
Die Britin Victoria Gosling und der Liechtensteiner Alexander Ospelt machen dem britisch-schwedischen Unternehmer dabei Konkurrenz. Eliasch steht bei Sportlern und nationalen Verbänden in der Kritik. „Johan Eliasch war und ist es als Geschäftsmann immer gewohnt gewesen, dass er in seinen Firmen die Richtung vorgibt. Das funktioniert aber in einem Verband nicht. Dort ist es wichtig, die Mitglieder nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, sondern sie mit ins Boot zu holen und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Und das ist ihm nicht gelungen“, erklärte der scheidende ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer am Freitag im „Kurier“.
ÖSV unterstützt Ospelt
Eliasch steht seit 2021 an der Spitze der FIS. Damals war er noch von den Briten ins Rennen geschickt worden. Diese setzen diesmal auf ihre Geschäftsführerin Gosling. Der ÖSV unterstützt laut Scherer hingegen Ospelt, den er als integer und einen „Brückenbauer“ bezeichnete.
Der bisherige FIS-Geschäftsführer Lehmann hatte das neu geschaffene Amt erst im vergangenen September angetreten. Wie die Zeitung „Blick“ berichtete, sollen unterschiedliche Einschätzungen betreffend die finanzielle Situation der FIS zum neuerlichen Zerwürfnis geführt haben. Lehmann soll demnach Bedenken geäußert haben.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.