Nach 2:6

„Das Turnier geht weiter – wir geben nicht auf“

Eishockey
24.05.2026 08:34

aum Zeit zum Verschnaufen – knapp 22 Stunden nach dem 2:6 gegen Deutschland wartet auf Österreich am Sonntag im sechsten Spiel bei der Eishockey-A-WM in Zürich eine schier unlösbare Aufgabe: Die mit 15 NHL-Legionären gespickten Finnen sind im Duell ab 20.20 Uhr haushoher Favorit, jeder Punktgewinn wäre eine Sensation. Doch fix ist: Selbst bei einer Niederlage gegen Finnland lebt für das ÖEHV-Team die Chance auf das Viertelfinale bis zum Schlusstag.

Denn ebenso sensationell ist – unabhängig vom Ausgang der sonntägigen Partie wird Österreich auf jeden Fall als Tabellen-Dritter der Gruppe A in den letzten Vorrunden-Spieltag am Dienstag gehen. Österreich kann es somit weiterhin aus eigener Kraft ins Viertelfinale schaffen.

Teamchef Roger Bader mahnt allerdings: „Die Erwartungshaltung muss schon realistisch bleiben. Wir müssen wissen, dass mit Finnland und den USA noch zwei Mannschaften gegen uns spielen, die im Grunde genommen übermächtig sind.“ Der Schweizer betont aber auch: „Trotzdem: im Sport ist es immer möglich, dass man eine Überraschung schafft. Das wäre dann schon eine Sensation. Wir werden sie dennoch anstreben, alles probieren.“
In der Gruppe A haben die Schweiz und Finnland ihr Ticket für das Viertelfinale bereits gelöst – es wartet nach aktuellem Stand ein Vierkampf um die zwei weiteren, noch zu vergebenden Plätze: Deutschland hat nur noch ein Match vor sich, würde beim zu erwartenden Sieg am Montag gegen Großbritannien i in der Endabrechnung auf zehn Punkte kommen. Lettland ist gegen Großbritannien (Sonntag) und Ungarn (Dienstag) ebenso Favorit, hat die Chance auf zwölf Punkte im Endklassement.

Bleiben noch die USA, die am Montag auf Ungarn, Dienstag auf Österreich treffen – bei zwei Siegen nach 60 Minuten stünden ifür die US- Boys n der Endabrechnung elf Punkte zu Buche. Fahren die drei Rivalen in den verbleibenden Matches also jeweils das Punktemaximum ein, bräuchte Österreich am Sonntag gegen Finnland einen Sieg nach 60 Minuten zum Aufstieg.

Realistisch bleiben
Die Chance darauf ist freilich sehr, sehr gering. Bader: „Man muss schon realistisch bleiben, die finnische Mannschaft ist mit 15 NHL-Cracks viel stärker besetzt als letztes Jahr.“ Denn im Schatten der als Gastgeber alles überstrahlenden Schweizer fuhr Finnland in der Gruppenphase bislang ebenfalls das Punktemaximum ein, hält nach fünf Matches bei 15 Punkten, erzielten ein Score von 24:5 – beim 4:0 über Großbritannien gab es für die „Suomi“ am Freitag das erste Shut-Out im laufenden Turnier.

Ein weitere mögliche Konstellation schaut wie folgt aus: Bleibt Österreich gegen Finnland ohne Punkt, fahren Deutschland sowie Lettland in ihren verbleibenden Partien die Pflichtsiege ein und schlägt zudem die USA am Montag Lettland, dann bräuchte das ÖEHV-Team am Dienstag zwei Punkte gegen die USA (Beginn 16.20 Uhr) zum Aufstieg in das donnerstägige Viertelfinale – sprich einen Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen. 
Bader meinte unmittelbar nach dem 2:6 gegen Deutschland: „Zum jetzigen Stand in der Tabelle vier Punkte vor den USA zu liegen, ist tatsächlich eine Sensation.“ Man warte schon die ganze Zeit darauf, dass die USA im Verlauf des Turniers zulegen. „Das ist normalerweise so. Schauen wir mal – vielleicht haben wir ja tatsächlich eine Chance im letzten Spiel.“

Alles möglich
Auch in der Mannschaft lebt der Glaube an das schier Unmögliche: „Es ist alles möglich, auch am Sonntag, wenn der Gegner Finnland lautet. Es ist ein neues Spiel, startet bei 0:0, es gilt, wieder alles reinzuhauen“, sagt Stürmer Maximilian Rebernig. Was es von Seiten Österreichs in jedem Fall besser zu machen gilt? „Wir müssen diese kleinen individuellen Fehler ausmerzen, dürfen die Mitte nicht so frei machen, dort nicht so offen sein.“

Auch für Routinier Dominic Zwerger steht fest: „Das Turnier geht weiter – wir geben nicht auf. Solange die Chance aufs Viertelfinale lebt, werden wir um sie kämpfen.“ Ebenso sieht es Verteidiger Thimo Nickl: „Das Letzte, was wir in der Kabine machen, ist aufgeben. Wir haben noch zwei Spiele. Da gilt es die nötigen Punkte zu holen.“ Das Gute bei einer WM sei, „dass man von Spiel zu Spiel lebt, eine Partie daher rasch wieder vergessen haben sollte.“

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