Sollte Tottenham am Dienstagabend in der Premier League einen Punkt gegen Chelsea holen, ist der Abstieg von West Ham United so gut wie fix. Ein Szenario, das den Steuerzahlern in London Millionen kosten würde.
Grund dafür ist der Mietvertrag für das London Stadium, in dem die „Hammers“ seit 2016 ihre Heimspiele austragen. West Ham hat eine für 99 Jahre gültige Vereinbarung mit der Stadt London. Darin ist festgelegt, dass der Klub im Falle eines Abstiegs nur die Hälfte der Jahresmiete von rund 5 Millionen Euro (4,4 Millionen Pfund) bezahlen muss. Zudem könnten weitere kommerzielle Einnahmen des Stadions sinken.
Warnung des Bürgermeisters
Die nun drohende Finanzierungslücke im Londoner Haushalt müssten laut Bürgermeister Sadiq Khan die Steuerzahler ausgleichen, die ohnehin schon die Betriebskosten des Stadions finanzieren. Demnach würden zusätzliche 2,8 Millionen Euro (2,5 Millionen Pfund) an Kosten anfallen.
„Deshalb sage ich den Londonern, die keine Spurs-Fans sind: Ihr solltet wahrscheinlich West Ham die Daumen drücken“, sagte Khan der BBC. „Denn die Steuerzahler würden verlieren, wenn West Ham absteigt.“
Kritik am Vorgänger
Gleichzeitig kritisierte der Londoner Bürgermeister seinen Vorgänger Boris Johnson. Der habe 2012 „den denkbar schlechtesten Deal“ abgeschlossen, so Khan. Um einen Leerstand des für die Olympischen Spiele gebauten Stadions zu verhindern, wurde West Ham ein lukrativer Deal angeboten, der laut Kritikern zulasten der Steuerzahler geht.
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