Er führte ein Leben für die Musik – nun fällt der Vorhang für Alex Rehak. Zum 75. Geburtstag lässt der Super-Alex seine Band für Steiermark am 30. April ein allerletztes Mal auferstehen.
Wer die ausgefallensten Schuhe und schillerndsten Kleidungsstücke im Übermaß sehen möchte, wird bei Alex Rehak fündig. Im Ankleidezimmer spiegeln sich 55 Bühnenjahre des Austropop-Urknalls wider. „Ich bin ein Schuh- und Katzenfetischist, besitze all meine Klamotten noch“, strahlt Rehak, der für das Grande Finale in die blinkenden Sneakers und den 30 Kilo schweren Spiegelanzug schlüpft. Dieses Unikat hat den „bunten Vogel“ längst zur Kultfigur gemacht.
Mit 18 stürmte er schon die Charts
Mit gerade einmal 18 Jahren stürmte Rehak mit seiner Band Turning Point die internationale Szene – als erster österreichischer Popkünstler überhaupt, der mit einem bis dahin unbekannten Sound auch über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen sorgte. Ö3-Radiolegende Udo Huber erinnert sich schmunzelnd daran, dass er den jungen Musiker zunächst für einen englischen Act hielt, so international klang der Sound aus der Steiermark. Der Steirer stand mit Musikern wie Deep Purple, Black Sabbat oder Ozzy Osbourne auf einer Bühne, setzte als Produzent unverrückbare Meilensteine. Sein Einfluss ist unbestritten.
Ohne Allüren, aber mit umso mehr Leidenschaft hat Rehak ab Beginn der 1970er Musiker stimuliert und exzentrische Duftmarken gesetzt. „Ich habe für Arnold Schwarzenegger die Special Olympics und sein Geburtstagsfest produziert, die singenden Wrestler rund um Otto Wanz in die europäischen Charts gestemmt und mit ECCO den Jahreshit 1987 gelandet“, resümiert Rehak. „Hexen“ hieß der Song – „mit dem Erfolg habe ich mir damals mein Haus einrichten können“.
1986: Premiere mit Band für Steiermark
Stets tief mit der Heimat verbunden, brachte Super-Alex 1986 erstmals die Band für Steiermark auf die Bühne. Vom Erzberg bis nach Bad Radkersburg hob sich der Vorhang für das facettenreiche Musikpotenzial des Landes. Volksmusikanten wie die Kern-Buam, Austropopper wie STS, Schlagergrößen wie die Seer und Popmusiker wie Opus – sie alle versammelten sich auf einer Bühne. Höhepunkt der mehrmals fürs Fernsehen aufgezeichneten Show war die gemeinsame Hymne mit dem Erzherzog-Johann-Blues.
Diese Hymne gibt es nun als Single – und zwar für die ersten 400 Besucher eines ganz besonderen Konzerts: Denn am 30. April steigt in Sinabelkirchen eine Revival-Show der Band für Steiermark, die ihren 40. Geburtstag feiert.
Geburtstagsfest und Revival-Show
Es ist zugleich auch ein Fest für das „Stehaufmännchen“ Rehak, der nach gesundheitlichen Rückschlägen seinen 75er gebührend feiert. „Ich lass mich nicht unterkriegen, auch wenn ich sehr klein bin. Für mich ist es ein großes Glück, dass ich noch so aktiv sein kann“, strahlt der Überlebenskünstler, der einst Musiker förderte, die ihm jetzt die „kalte Schulter“ zeigen. Doch auf treue Freunde ist Verlass: Die Stoakogler, Fred Jaklitsch (Seer), die White Stars, die neu formierte Band Turning Point, Marlena Martinelli, Udo Wenders, Westwind und viele mehr werden die Geburtstags-Band für Steiermark formieren. Über einen Special-Guest freut sich Rehak besonders. „Ich liebe und verehre Heino – er hat mir sofort zugesagt“, sagt Rehak, der tränenreich den Vorhang fallen lässt.
Dass es ihm schwerfällt, ist spürbar. „Es ist definitiv sein letzter Auftritt“, beteuert Freund und Veranstalter Markus Krisper, der mit diesem Fest das Lebenswerk des Alex Rehak zum Funkeln bringen möchte.
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