GUTEN MORGEN

Austria nicht Australia | Mit allem rechnen

Austria ist nicht Australia. Den ersten Flughäfen in Europa geht schon das Kerosin aus, in immer mehr Ländern wird dringend zum Spritsparen aufgerufen. Der australische Premierminister Albanese appelliert an seine Landsleute, sparsam mit Benzin und Diesel umzugehen, nicht mehr zu tanken als unbedingt nötig, keinesfalls Treibstoff zu horten und für den Weg zur Arbeit vom Auto auf Zug, Bus oder Straßenbahn umzusteigen. Austria ist nicht Australia... Bei uns hier, auf der vermeintlichen Insel der Seligen, geht unterdessen alles seinen gewohnten Gang. Nein, nicht ganz: Durch die gestiegenen Treibstoffpreise sprudelt auch die Mineralölsteuer zur Freude des Finanzministers!

Mit allem rechnen. Herr Marterbauer rechnet gerade weitgehend unbeirrt von den Geschehnissen außerhalb unserer vermeintlichen Insel am Staatsbudget für das nächste und übernächste Jahr herum. Ein neues Sparpaket in Höhe von zwei Milliarden Euro sei notwendig, lässt er ausrichten. Kann er selbst glauben, dass es reicht? Oder kann der Bundeskanzler glauben, dass seine „2-1-0-Formel“ mit zwei Prozent Inflation und einem Prozent Wirtschaftswachstum halten könnte? Man muss wahrlich keine Kassandra sein, sondern sich nur ein bisschen umschauen und umhören in der großen weiten Welt, um zu erahnen, dass ein jetzt für 2027 und 2028 errechnetes Budget wie eine Seifenblase platzen kann. Der Finanzminister und der Bundeskanzler: Sie müssten wissen, dass mit allem zu rechnen ist.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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