Erschreckende Szenen haben sich am Ostersonntag im weststeirischen Deutschlandsberg abgespielt. Ein maskierter Mann bedrohte mit echt aussehender Waffe die dortige Polizeiinspektion. Nähere Details nun bekannt.
Das bedrohliche Verhalten wurde zur Mittagszeit von vielen Passanten wahrgenommen und rief zahlreiche Polizeikräfte auf den Plan. Ziel des Mannes war die örtliche Polizeiinspektion, die er mit Gewalt betreten wollte, wie Sprecher Leo Josefus bereits am Sonntag der „Krone“ bestätigte. Am Montag liegen nun weitere Informationen vor.
Faustfeuerwaffe entpuppte sich als Schreckschusspistole
Die Beamten riegelten die Bahnhofstraße ab, das Einsatzkommando Cobra konnte den Mann – einen 26-Jährigen aus dem Bezirk Deutschlandsberg – schließlich überwältigen. Die bei ihm vermutete Faustfeuerwaffe stellte sich als Schreckschusspistole heraus.
Was war geschehen?
Ein 26-Jähriger aus dem Bezirk fuhr kurz nach 11 Uhr mit einem Auto in die Bahnhofstraße zur Polizeiinspektion Deutschlandsberg. Kurz nachdem er aus seinem Pkw ausgestiegen ist, soll er Vorder- und eine Seitenscheibe eines parkenden Polizeifahrzeuges eingeschlagen haben. Danach ging der Mann mit einer Clownmaske maskiert zur Polizeiinspektion. Im Eingangsbereich zur Polizeiinspektion begehrte er laut Einlass und schlug mit der Faust und mit der zäuschend echt aussehenden Waffe gegen die Scheibe.
Mann flüchtete 100 Meter
Nachdem die Einsatzkräfte den offensichtlich psychisch beeinträchtigten Mann nicht zum Aufgeben bewegen konnten, lief dieser – als die Cobrakräfte sich näherten – plötzlich mit der Waffe in der Hand auf den Parkplatz und in Richtung Fabrikstraße davon. Die Cobra gab mehrere Schreckschüsse ab und nahm den Mann nach rund 100 Metern Flucht im Bereich einer nahegelegenen Wiesenböschung fest.
Laut Polizeisprecher Josefus zog sich der Mann beim Einschlagen der Scheibe Schnittverletzungen zu. Zur Versorgung und weiteren Abklärung seines Gesundheitszustands wurde er ins LKH Deutschlandsberg gebracht.
Selbstmordabsicht als mögliches Motiv
Der 26-Jährige wird angezeigt. Das Ergebnis einer Blutabnahme steht noch aus. „Aufgrund der fortwährenden Äußerungen, ihn zu erschießen, ist eventuell von seiner Absicht ,Suicide by Cop‘ zu begehen, auszugehen“, heißt es seitens der Polizei. Gemeint ist damit, dass der Mann eventuell Selbstmordabsichten hatte und die Polizei provozieren wollte, ihn zu erschießen.
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