KI-Künstler

Heimische Städte, wie sie einmal waren, nur anders

Niederösterreich
05.04.2026 19:00

Der gebürtige OberösterreicherJürgen Oman gestaltet von verschiedenen Städten KI-Videos, die im Internet viral gehen. Sogar St. Pölten erstrahlt jetzt im neuen Vergangenheits-Licht. 

Der Herrenplatz in der St. Pöltener Innenstadt an einem sonnigen Vormittag: Bauernmägde verkaufen frisches Gemüse, Herren mit Hüten flanieren entlang bis zum Rathausplatz. An einer anderen Straßenecke fährt die Straßenbahn vorbei. Spätestens jetzt wird man hellhörig! Denn die „Tram“ fährt in der heutigen Landeshauptstadt schon seit den 1970er-Jahren nicht mehr. Videoaufnahmen in Farbe, wie die Stadt vor mehr als 100 Jahren ausgesehen hat, gibt es jetzt trotzdem.

Der im Webdesign tätige Jürgen Oman gestaltet aus alten Fotografien mit der Künstlichen Intelligenz Videobeiträge und teilt sie in sozialen Medien. „Ich dachte anfangs nicht, dass das so eine große Resonanz haben wird.“ Begeistert, wie schön die Videos aussehen, war er aber selbst.

Dutzende Städte hat er seither „neu gestaltet“ mit dem KI-Modell, das er anfangs nur ausprobieren wollte. Linz, Dresden, Berlin, Wien – und jetzt gibt es auch von Krems und St. Pölten ein Video, ist man in Niederösterreich erfreut. 

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Was in den Videos nicht immer zu erkennen ist: Nicht alles war früher besser.

Mediendesigner Jürgen Oman

Denn nicht jede Stadt eignet sich automatisch, um in einen historischen KI-Film geformt zu werden. „Interessant sind Städte, in denen sich sehr viel verändert hat seit den Weltkriegen und danach“, sagt der gebürtige Linzer. Bevor er überhaupt ein Video zusammenschneiden kann, sucht er nach Fotomaterial im Internet, das zu verwenden ist. Eine sensible Angelegeneheit, immerhin sind auf den Fotos auch echte Personen zu sehen, die in den Videos „wiederbelebt“ werden. 

Videos rührte ältere Frau zu Tränen
Beliebt sind daher die Filme vor allem beim älteren Publikum. Zu Tränen rührt sie die Erinnerung an die Eltern, Großeltern, die so wieder lebendig wird. Oman erzählt von einer älteren Frau aus Wels, die in einem der Videos das Gefühl bekam „wieder ihre Mutter die Wäsche im Fluss waschen zu sehen“.

Doch die KI „schwindelt“ leider auch ein wenig. Oft habe die Fassade eine Farbe, die vor Jahrzehnten schon anders ausgesehen hat – oder es wird ein kleines Detail hinzugefügt von der Technik, das nicht zu 100 Prozent stimmt. „Ich bin auch kein Historiker – ich fand es einfach spannend, die Technologie auszuprobieren.“ Mitunter sei es eine Zeitreise in eine Welt, „die noch Fassaden-Fehler hat“.

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