In der Südsteiermark

Promis kämpfen gegen Schließung von Volksschule

Steiermark
30.03.2026 18:00

Der preisgekrönten Volksschule mit Musikschwerpunkt im südsteirischen Retznei droht die Schließung. Jetzt ruft sogar Burgtheater-Star Nicholas Ofczarek zur Unterstützung auf.

Große Aufregung herrscht seit Wochen um eine kleine Schule in der südsteirischen Gemeinde Ehrenhausen: Wie berichtet, stehen Überlegungen im Raum, im Ortsteil Retznei die Volksschule mit reformpädagogischem Musik-Schwerpunkt zu schließen und in die Schule in Ehrenhausen zu integrieren – und das just im Jahr des 100. Schul-Jubiläums in Retznei. Dabei geht es vor allem um Kosten, die angesichts klammer Gemeindefinanzen immer schwerer zu stemmen sind. In der Gemeinde gibt es aktuell drei Volksschulstandorte, jener in Retznei ist sanierungsbedürftig.

Prominente Stimmen für Schulerhalt
Vor allem die Eltern der rund 50 Schüler kämpfen mit allen Mitteln um den Erhalt der mehrfach ausgezeichneten Bildungseinrichtung – und konnten dafür überraschend prominente Mitstreiter finden. So hat sich etwa schon vor einigen Wochen der steirische Musiker Paul Pizzera in einer Videobotschaft mit der Schule solidarisiert. Auch Kinderbuch-Autor Thomas Brezina meldete sich mit ermutigenden Worten.

Jetzt ist die Liste der Unterstützer noch um eine prominente Stimme gewachsen: Burgtheater-Star Nicholas Ofczarek stellt sich in einer Videobotschaft hinter die steirische Schule und ruft zu Spenden und Unterstützung auf. „Wir leben in unsicheren Zeiten. Umso wichtiger ist es mir, Projekte zu unterstützen, die in die Zukunft weisen“, sagt der renommierte Schauspieler.

„Kosten sind nicht mehr zu stemmen“
Elternsprecherin Annemarie Güttinger erklärt, warum man so hartnäckig um den Erhalt kämpft: „Es handelt sich um eine einzigartige Schule, die vom Staat Österreich ausgezeichnet wurde und wachsende Schülerzahlen, auch aus umliegenden Gemeinden, aufweist.“ Dass das einmalige Konzept „einfach so in ein neues Gebäude übertragen werden kann“, bezweifelt sie.

Johannes Zweytick, ÖVP-Bürgermeister von Ehrenhausen, kann den Unmut und die Emotionen verstehen. Aber: „Man muss es sachlich betrachten und die Kosten sind nicht mehr zu stemmen.“ Der Ortschef versichert im Falle einer Fusion mit dem Schulstandort Ehrenhausen: „Das pädagogische Konzept bleibt erhalten, es wird keine Verschlechterungen geben.“ Derzeit überprüfe eine Experten-Arbeitsgruppe die angedachte Zusammenlegung genau. „Wenn die Resultate vorliegen, liegt der Ball beim Gemeinderat“, stellt Zweytick klar.

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