Jan Delay, Bela B etc.

Promi-Männer solidarisieren sich mit Fernandes

Society International
27.03.2026 19:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Fast 200 prominente Männer haben sich jetzt mit Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes solidarisiert. Sie haben eine Liste mit ihren Namen erstellt und fordern gemeinsam unter anderem schärfere Gesetze gegen Deepfakes und Gewalt an Frauen. Unterzeichner sind etwa die Musiker Jan Delay und Bela B (Schlagzeuger der Band „Die Ärzte“) sowie Schauspieler Kostja Ullmann.

Auch Musiker Trettmann, der Aktivist Raúl Krauthausen und der Grünenvorsitzende Felix Banaszak sind als Unterstützer von Fernandes angeführt. Sie haben eine „Solidaritätserklärung für konkrete Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische und digitale Gewalt“ verfasst und eine Website zu ihrer Initiative ins Leben gerufen. Männer aller Generationen seien eingeladen, „ihre eigene Rolle und Verantwortung zu reflektieren, der männlichen Gewalt an Frauen und Mädchen die Stirn zu bieten und Sexismus zu bekämpfen“, heißt es dort.

Bereits zuvor hatten mehr als 250 Frauen aus der Politik, Wirtschaft und Kultur schärfere Gesetze gegen Deepfakes und Gewalt an Frauen gefordert. Darunter sind beispielsweise die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, Moderatorin und Komikerin Carolin Kebekus, Schauspielerin Veronica Ferres, Musikerin Nina Chuba und Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer, die auch bei Demonstrationen für Fernandes beziehungsweise Gewaltschutz war.

Hier sehen Sie ein Statement von Collien Fernandes:

Wie der „Spiegel“ berichtete, fordern sie unter anderem, das Herstellen „nicht-einvernehmlich sexualisierter Deepfakes“ unter Strafe zu stellen. Dabei handelt es sich um Fotos und Videos, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt sind. Aktuell ist das bloße Erstellen davon in Deutschland nicht strafbar, sofern die Inhalte niemandem zugänglich gemacht werden.

„Schweigen und Bequemlichkeit“
Ein weiteres Anliegen ist, dass sogenannte Nudify-Apps verboten werden, die es ermöglichen, Menschen mithilfe von KI auszuziehen oder sie auf sexualisierte Art zu zeigen. Diesen und anderen Forderungen (z.B. „Ja heißt Ja“-Prinzip im Sexualstrafrecht) schließen sich die prominenten Männer an. Ihn frustriere die Reaktion vieler Kollegen, die Nachrichten gelesen, aber ignoriert hätten, sagte Sänger Battal, einer der Initiatoren zum „Spiegel“. „Genau dieses Schweigen und diese Bequemlichkeit im eigenen Privileg, sind der Nährboden für strukturellen Sexismus.“

Mit der Liste sei es aber noch nicht getan. Der Weg „für uns Männer“ sei „noch unendlich weit“, fuhr Battal fort. Wie berichtet, wirft die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, Männer mit diversen gefälschten Profilen in ihrem Namen kontaktiert zu haben. Er soll ihnen pornografische Videos und erotische Fotos geschickt, auch Telefonsex mit ihnen gehabt haben – mithilfe einer KI-generierten Stimme von Fernandes. Am Freitag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Deutschland wieder Ermittlungen gegen Ulmen aufgenommen hat. Er bestreitet die Vorwürfe über seine Anwältinnen und Anwälte.

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