16.06.2014 08:42 |

Tragischer Unfall

Franzose bezahlt Facebook-Nominierung mit Leben

Ein 19-jähriger Franzose hat eine sogenannte Facebook-Nominierung mit seinem Leben bezahlt. Der junge Mann ist in der Bretagne mit seinem Fahrrad in einen Fluss gesprungen und ertrunken, wie die Behörden mitteilten. "Das Opfer hatte sein Rad am Bein festgebunden, um es nicht zu verlieren", sagte ein Polizeisprecher. Das wurde ihm offenbar zum Verhängnis: "Das Wasser war sechs Meter tief und er ist nicht mehr hochgekommen", so die Polizei.

Bei sogenannten Nominierungsspielen filmen sich Facebook-Nutzer bei spektakulären oder lustigen Aktionen und fordern Freunde über das soziale Netzwerk auf, es ihnen gleichzutun. Im aktuellen Fall lautete das Motto des Spiels "Ins Wasser oder ins Restaurant". Das Ziel: binnen 48 Stunden auf ungewöhnliche Art ins Wasser zu springen und davon ein Video hochzuladen oder andernfalls jemanden zum Essen einzuladen.

Der 19-Jährige nahm die Nominierung an und sprang am Donnerstag zusammen mit einem Freund in einem Hafen am Fluss Vilaine in der Gemeinde Beganne mit dem Fahrrad ins Wasser, ein Dritter filmte die Szene. Zum Verhängnis wurde dem 19-Jährigen, dass er das Rad an seinem Bein festgemacht hatte. Das Gewicht zog ihn in die Tiefe.

"Das Opfer hat wiederholt versucht, an die Wasseroberfläche zu kommen", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. "Aber er konnte nicht wegen des Gewichts des Fahrrads." Dem Polizeisprecher nach handelt sich um den ersten Todesfall in Frankreich im Zusammenhang mit einer Facebook-Herausforderung.

Nach den ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurde auf den 19-Jährigen keinerlei Zwang ausgeübt, sich an dem Spiel zu beteiligen. Der Vorfall im westfranzösischen Beganne wird daher vermutlich als tragischer Unfall gewertet. Die beiden Begleiter erlitten einen Schock.

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