Aufregung nach dem Skisprung-Wettbewerb am Sonntag in Oslo. Starker und wechselnder Wind führte zu gefährlichen Szenen und dazu, dass Olympiasieger Philipp Raimund seinen Sprung verweigerte. Nun hat der Deutsche erklärt, was ihn dazu bewogen hat.
„Ich dachte an meine Freundin. Mein erster Gedanke war: Was würde sie dazu sagen? Mir kam sofort in den Sinn, dass sie immer sagt, das Wichtigste sei meine Sicherheit und eine sichere Landung, egal bei welchem Wetter“, erklärt Raimund gegenüber dem norwegischen Sender „NRK“.
Kurz bevor der DSV-Adler an der Reihe gewesen wäre, hat er gesehen, wie Teamkollege Felix Hoffmann wild in der Luft durchgeschüttelt wurde und nur mit Mühe heil landen konnte. Starker, böiger Wind hatte für gefährliche Verhältnisse am Holmenkollen gesorgt. Dennoch entschied die Jury erst nach dem ersten Durchgang, den Wettbewerb abzubrechen.
Deshalb zog Raimund die Reißleine. „Ich werde nicht springen. Ich mache diesen Scheiß hier nicht mit“, echauffierte sich der Deutsche, wie im TV zu hören war. Dafür erntete er anschließend auch Anerkennung von einigen Konkurrenten.
Kritik an FIS-Entscheidung
Die FIS sah sich anschließend hingegen für ihre Entscheidung mit ordentlich Kritik konfrontiert. „Da muss ich jetzt einmal die FIS kritisieren. Sie wollten mit aller Gewalt einen Durchgang durchdrücken, damit es ein Ergebnis gibt. Sie haben dabei auf die Sicherheit der Athleten vergessen, weil es wirklich gefährlich war“, kritisiert so auch ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl.
Sportlich durfte der Japaner Tomofumi Naito über seinen ersten Sieg jubeln, Stephan Embacher landete als bester Österreicher auf Platz sechs.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.