Technik aus Kaiserzeit

Biber macht altem Kraftwerk endgültig den Garaus

Niederösterreich
16.03.2026 09:15

Ein Denkmal für einstige Pionierleistung und die technische Vorreiterrolle im Waldviertel ist das wohl älteste Wechselstromkraftwerk der Monarchie, das am 6. Jänner 1898 im Kamptal in Zwettl in Betrieb ging. Nun muss das Gebäude abgerissen werden, Technik und Inventar sollen aber für die Nachwelt erhalten bleiben.

Es gilt als das älteste Wechselstromkraftwerk der einstigen Monarchie, das am 6. Jänner 1898 in Betrieb ging und erst vor 15 Jahren abgeschaltet wurde. Jetzt muss das Gebäude im Kamptal bei Zwettl abgerissen werden, teilt die Sparkasse Zwettl Privatstiftung mit.

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Ein Abriss des Gebäudes ist unumgänglich. Es ist uns aber ein Herzensanliegen, die mehr als 125 Jahre alte Turbine als Unikat vor der Verschrottung zu retten.

Thomas Weiss, Vorstandsmitglied Sparkasse Zwettl Privatstiftung

„Es ist desolat und massiv beschädigt. Zuletzt fällte ein Biber einen Baum, der auf den Bau stürzte“, betont Vorstandsmitglied Thomas Weiss, dass ein Abriss zur Sicherung des Areals unumgänglich sei. Kulturhistorische Technik und Inventar sollen aber gesichert werden: „Die mehr als 125 Jahre alte Turbine dokumentiert die frühe Pionierleistung und technische Vorreiterrolle des Waldviertels. Wir wollen sie für die Nachwelt erhalten.“

Alte und vor allem bessere Zeiten hat das Kraftwerksgebäude damals erlebt. Heute musse es ...
Alte und vor allem bessere Zeiten hat das Kraftwerksgebäude damals erlebt. Heute musse es abgerissen werden.(Bild: Sparkasse Zwettl Privatstiftung)
Die Turbine aus 1898 war bis vor etwa 15 Jahren noch im Einsatz und ist heute ein Kulturdenkmal ...
Die Turbine aus 1898 war bis vor etwa 15 Jahren noch im Einsatz und ist heute ein Kulturdenkmal alten Pioniergeists.(Bild: Sparkasse Zwettl Privatstiftung)

Industriedenkmal langfristig erhalten
Die wertvolle Turbine, der Generator und die Steuerzentrale werden nun demontiert und vorerst sicher untergebracht. Das Industriedenkmal solle langfristig erhalten bleiben. Die Form der musealen Nutzung und der Ausstellungsort stehen aber noch nicht fest, heißt es aus der Stiftung. In den nächsten Tagen werde mit dem Gebäudeabriss begonnen, Mitte Mai will man fertig sein. Da die Arbeiten im beliebten Naherholungsgebiet stattfinden, wird um Verständnis der Bevölkerung gebeten.

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