Der Sanierungsplan im Insolvenzverfahren des Wiener Immobilienunternehmers Klemens Hallmann ist nun auch gerichtlich bestätigt worden. Die Erfüllung wird von einem Treuhänder überwacht.
Der Sanierungsplan, dem die Gläubiger mehrheitlich zugestimmt hatten, sieht eine Gesamtquote von 35 Prozent vor. Die Bestätigung des Gerichts war aufgrund der Zustimmung nur mehr ein formaljuristischer Akt.
Hallmann war einst gefeierter Gast der heimischen Society gewesen, galt neben René Benko als „Wunderwuzzi“ der Immobilienbranche. Doch die SÜBA Gruppe des Investors geriet vergangenes Jahr ins Trudeln, musste Anfang 2025 Insolvenz anmelden.
Auch Hallmann selbst, der Ende März seinen 50. Geburtstag wohl eher im kleinen Rahmen feiern wird, musste sich einem Konkursverfahren stellen. Seine Unternehmensgruppe, die Hallmann Holding, umfasst nicht nur Immobilienprojekte, auch als Filmproduzent („Der Teufelsgeiger“ etc.) trat er auf. 2022 erhielt er sogar das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Goldwürfel aus 24 Karat
Sein wohl spektakulärster Besitz gehörte dem Pleitier nicht allein: Hallmann besitzt 32 Prozent am sogenannten Castello Cube, ein 186 Kilogramm schwerer Würfel aus 24-karätigem Gold, der 2022 für einen Tag im New Yorker Central Park ausgestellt wurde. Allein der Materialwert beläuft sich auf gut zehn Millionen Euro.
Wie viel tatsächlich für den Goldwürfel erzielt werden kann, ist allerdings offen. Dies hängt vom Verkaufszeitpunkt – also dem Goldpreis – ab und ob es durch das Kunstwerk einen Mehrwert im Erlös gibt, sagte KSV-Insolvenzchef Karl-Heinz Götze im Oktober nach der Gläubigerabstimmung. Bei einer Verwertung des Würfels könnten die Gläubiger sogar eine noch höhere Quote bekommen.
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