Es ist ja gut gemeint: Angesichts der ständigen Angriffe Russlands auf die ukrainische Bevölkerung ertönt immer öfter der hoffnungsvolle Ruf: Nehmt doch die Ukraine in die EU auf. Da kann man nur sagen: Bitte nicht!
Für dieses Nein gibt es viele Gründe. Zunächst einmal würde das die EU endgültig sprengen und gnadenlos überfordern. Wer glaubt, dass dann die armen Kleinbauern dort aufatmen könnten, sollte genauer hinschauen: Es gibt dort nicht nur Millionen Kleinbauern, sondern auch gigantische Agrarkonzerne, einzelne davon besitzen mehr als 32,7 Millionen Hektar an Ackerfläche. Sollen dorthin auch die reichlichen Agrarförderungen der EU fließen? Bitte nein!
Die Bestimmungen für einen EU-Beitritt sind genau und streng. Noch vor wenigen Jahren hat sich Ungarns Außenminister für einen vorzeitigen EU-Beitritt der Ukraine ausgesprochen, jetzt tönt es unter Präsident Viktor Orbán völlig anders, er blockiert weitere EU-Gelder für die Ukraine.
Soll so ein zerstrittener, völlig aus dem Lot geratener Haufen die Zukunft Europas darstellen? Die Korruption macht selbst im Vorzimmer von Wolodymyr Selenskyj nicht halt. Schaut so ein moderner Rechtsstaat aus?
Es ist tragisch. Über vier Millionen sind aus der Ukraine geflüchtet. Hilfe für jene, die im Land geblieben sind, ist nötig und angebracht. Aber das ist ganz etwas anderes als ein EU-Beitritt: Den wird es so bald nicht geben. Nicht geben können, weil er die EU zerreißen würde.
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