Neue Sportanlage

Noch kein Projekt, aber Land überwies schon Geld

Burgenland
05.03.2026 06:00

Eine Förderung in Höhe von 350.000 Euro geht an den SK Pama (Bezirk Neusiedl am See). Der Burgenländische ÖVP-Mandatar Markus Ulram übt daran heftige Kritik. Das Land kontert und betont, dass man die Vorwürfe nicht nachvollziehen kann.

In Pama gibt es noch zwei Fußballclubs, die in der Vergangenheit immer wieder für heiße Derbys sorgten. Den „roten“ SK und den „schwarzen“ UFC. Auf dem Platz gibt es derzeit kein Duell, da die Vereine in unterschiedlichen Ligen spielen.

Kritik an Bedarfszuweisungen
Dafür gibt es jetzt ein Duell auf dem Spielfeld der Landespolitik: ÖVP-Landtagsabgeordneter Markus Ulram kritisiert die Bedarfszuweisungen an die Gemeinde Pama im Vorjahr – insgesamt rund 660.000 Euro in zwei Raten. Davon gingen 350.000 Euro an den SK Pama für die Sportplatzinfrastruktur – LED-Flutlicht, Tribünenbau und Sanierung der Sanitäreinrichtungen.

Ulram stößt dies sauer auf: „Das hat es in dieser Form noch nie gegeben.“ Für den Tribünenbau würde noch kein genehmigtes Projekt vorliegen, trotzdem sei das Geld überwiesen worden. Mehrere Bürgermeister aus der Region hätten ihren Unmut bei ihm darüber deponiert. „Während andere Gemeinden wegen finanzieller Engpässe die Gebühren erhöhen müssen, wird hier großzügig Geld ausgeschüttet“, ist Ulram verärgert.

Keine Bevorzugungen
Das Land weist die Vorwürfe zurück: „Bedarfszuweisungen sind ein bewährtes und ergänzendes Instrument zu bestehenden Sportförderprogrammen“, heißt es. Es würde keine Bevorzugungen nach parteipolitischen Gesichtspunkten geben. 2024 habe etwa die Gemeinde Leithaprodersdorf rund 600.000 Euro für die Erneuerung der Sportplatz-Infrastruktur, der SV St. Georgen 2024/25 200.000 Euro, und Oberwart 2024/25 Mittel in Höhe von 160.000 Euro erhalten.

Kritik nicht nachvollziehbar
„Der SK Pama investiert in mehreren Etappen in Flutlicht, Tribüne, Kabinen oder etwa Photovoltaik“, wird betont. Der Landesligaverein will dafür laut Planung langfristig rund eine Million Euro investieren. Mit dem Flutlicht sei der erste Schritt bereits gesetzt worden, so das Land. Man könne die Kritik nicht nachvollziehen. 

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