Formel 1 in Melbourne

Zum Auftakt ist ein „unnatürlicher“ Stil gefragt

Formel 1
05.03.2026 06:03
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die Motorsport-Königsklasse startet am Wochenende in die neue Saison. Am Albert Park Circuit werden die Fahrer aufgrund des neuen Reglements direkt vor ungewohnte Aufgaben gestellt ...

Oscar Piastri hat die Begeisterung für die Formel 1 in Australien auf ein neues Level gehoben. Die Tribüne direkt bei Start und Ziel ist beim WM-Auftakt 2026 erstmals nach dem gebürtigen Melbourner benannt, der die Kassen im Albert Park klingeln lässt. Der 24-Jährige hofft, am Sonntag (5 Uhr) als erster Australier beim Heimrennen auf dem Podest zu landen. Im Vorjahr war der McLaren-Pilot auf dem Weg dazu im Regen ausgerutscht und nur Neunter geworden.

Lokalmatador Oscar Piastri
Lokalmatador Oscar Piastri(Bild: AFP/PAUL CROCK)

„Das Rennen im vergangenen Jahr ist nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe“, sagte Piastri. Zusätzlichen Druck mache er sich deswegen aber nicht. „Wir haben genug Herausforderungen vor uns, dass wir uns darüber keine Sorgen machen sollten.“ Die größte davon ist das neue technische Reglement, das fast 50 Prozent Batterieanteil vorsieht – und auf Strecken mit wenig Auflademöglichkeiten wie in Melbourne für eine „unnatürliche“ Art des Rennfahrens sorgen könnte, wie es Piastri formulierte.

  McLaren scheint bei den Spitzenteams mitzufahren. In einer so klaren Favoritenrolle wie 2025, als sein Teamkollege Lando Norris beim Saisonstart triumphierte, befindet sich der Traditionsrennstall trotz Mercedes-Triebwerken aber längst nicht mehr. „Das Bild ist nicht so positiv für uns, wie es vor zwölf Monaten war“, meinte Piastri. „Wir sind dabei, aber wir müssen noch ein bisschen mehr finden.“ In vielen Bereichen des neuen Reglements erwarte er aber ohnehin einen großen Lernprozess.

Der Fast-Weltmeister
Sieben Grand Prix hat Piastri im Vorjahr gewonnen. Die WM-Wertung führte er mit bis zu 34 Punkten Vorsprung an, ehe eine Schwächephase im Herbst noch Norris den Weg zu dessen erstem Titel ebnete. Den „Papaya-Regeln“ von McLaren zufolge soll auch in der neuen Saison keiner der beiden Piloten bevorzugt werden. „Sie dürfen weiter frei fahren“, betonte Geschäftsführer Zak Brown. „Oscar bekommt von uns eine faire Chance.“ Piastri selbst äußerte sich so: „Wir werden nicht ohne Grund unsere Positionen hin und her tauschen.“

Der Hype um den Lokalmatador ist groß, das war schon vor dem Auftaktrennen erkennbar. Bei einem Sponsorevent in Melbournes Innenstadt waren die Straßen voll. Beim Rennen wird es auch die nach Piastri benannte Tribüne sein. Das Fassungsvermögen der Strecke im Albert Park wurde leicht auf 141.000 Zuschauer angehoben. Die Veranstalter hoffen, den Besucherrekord des Vorjahres-Wochenendes von 465.498 Besuchern auf dem Gelände noch einmal zu übertreffen.

Einen Podestplatz hat beim seit 1985 zur WM zählenden Rennen in „down under“ noch kein Australier geschafft. Weder Mark Webber noch später Daniel Ricciardo haben einen solchen zu Buche stehen. Letzterer fuhr bei seinem Red-Bull-Debüt 2014 in Melbourne zwar auf Platz zwei, wurde danach aber wegen einer zu hohen Benzindurchflussmenge disqualifiziert. Piastri machte im Vorjahr bei Regen einen einzigen Fehler. Diesmal sind trockene Bedingungen vorausgesagt.

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