Emma Aicher hat sich mit einer bärenstarken Fahrt den Super-G-Sieg in Soldeu geholt. Die Deutsche ließ die Neuseeländerin Alice Robinson (+0,88 Sekunden) und die Schweizerin Corinne Suter (+0,98 Sek.) hinter sich. Die Österreicherinnen hechelten nur hinterher, Cornelia Hütter wurde als Beste Zehnte.
Emma Aicher hat den ersten von zwei Weltcup-Super-G in Soldeu gewonnen und im Kugelkampf aufgeholt. Die Deutsche setzte sich am Samstag vor der Neuseeländerin Alice Robinson (+0,88) und der Schweizer Abfahrtssiegerin Corinne Suter (+0,98) durch. Als beste Österreicherin wurde Cornelia Hütter Zehnte (+1,84), ein ÖSV-Sextett fiel beim gleichen Sprung aus. Ricarda Haaser erlitt bei ihrem Sturz eine Fraktur des linken Schienbeinkopfs, sie wird nach Österreich geflogen.
Die Tirolerin Haaser, die mit dem Rettungsschlitten abtransportiert wurde, war erst im Dezember 2025 am Semmering in den Weltcup zurückgekehrt, nachdem sie sich im Februar davor bei der WM in Saalbach-Hinterglemm im Super-G einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie zugezogen hatte. Nina Ortlieb, Zweite der Abfahrt am Freitag, blieb bei einem Sturz unverletzt. Auch – nach starker Fahrt – Ariane Rädler („Ich bin mit Attacke reingegangen“) sowie Julia Scheib, Emily Schöpf und Lena Wechner patzten beim gleichen Sprung, blieben ohne Sturz, schafften es aber freilich nicht ins Klassement.
Österreicherinnen warten auf ersten Podestplatz im Super-G
Hütter war einmal „komplett in der Garage“. Sie habe im Kopf, wie sie die Schwünge ziehen müsse, aber es sei ihr nicht gelungen, meinte die Olympia-Dritte aus der Steiermark. „Gut regenerieren, alle Kräfte wieder sammeln und morgen noch einmal Gas geben“, sagte Hütter. Punkte gab es auch für Mirjam Puchner (14.), Nadine Fest (19.) und Lisa Grill (30.). Die Österreicherinnen warten damit immer noch auf den ersten Podestplatz in diesem Winter in dieser Disziplin. Olympiasiegerin Federica Brignone (ITA) landete nach fehlerhafter Fahrt auf Rang 15.
„Das war nicht gut, ich habe es mir nicht zugetraut. Es ist schwierig, wenn man ein bissl angeschlagen ist. Ich springe momentan nicht über meinen Schatten“, sagte Puchner, die an den Nachwirkungen eines Sturzes im Training laboriert. „Morgen noch eine Chance, ich muss da einfach drüberkommen, es hilft nichts.“ Mit Blick auf die Ergebnisliste meinte sie: „Es zeigen die anderen momentan, wo es langgeht.“
Chance zur Revanche am Sonntag
„Morgen müssen wir zurückschlagen“, sagte auch Rädler. „Ich war voll auf der Kante, dann hat es mich rauskatapultiert. Es dürfte nichts passiert sein, aber es ärgert mich einfach“, meinte Ortlieb. „Jeder Sturz kostet halt wieder Selbstvertrauen, das habe ich schon oft genug gehabt. Im Training passiert mir so ein Blödsinn auch nicht.“ Aber sie müsse froh sein, dass nichts passiert sei. „Ich will aber auch im Super-G mal zeigen, was ich kann. Ich schau, dass ich morgen bereit bin und die nächste Chance nütze.“
Im Disziplinweltcup hat die Tagessechste Sofia Goggia (ITA) noch 20 Zähler Vorsprung auf Robinson und 96 auf Aicher. Für Aicher war es der fünfte Weltcupsieg, der zweite im Super-G in diesem Winter. „Ich hatte heute echt Spaß. Es ist schön zu sehen, dass sich die Arbeit auszahlt“, sagte die 22-Jährige. Robinson erklärte, dass sie sehr zufrieden damit sei, wie sie die Flachstücke gemeistert habe. „Heute habe ich mir das Selbstvertrauen zurückgeholt“, sagte die 24-Jährige, die Mitte Jänner im Super-G in Tarvisio zu Sturz gekommen war.
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