Das gibt es auch nicht so oft! In der Skimittelschule Schruns bekommen die heimischen Zukunftshoffnungen ab Herbst eine neue Trainerin, die ganz genau weiß, wovon sie spricht! Vor allem im Slalom – denn dort wurde sie im April noch Vizestaatsmeisterin und fuhr in dieser Disziplin auch schon im Weltcup.
„Danke Schifoan für… einfach ALLES!“ – unter anderem mit diesen Worten verabschiedete sich am Sonntagabend die Salzburger Slalomspezialistin Kathrin Stock per Instagram-Posting von ihrer aktiven Skikarriere.
Zwei Weltcpstarts und Rang zwölf in Hasliberg
Eine Laufbahn, in der die 24-Jährige zwei Weltcuprennen bestritt, im vergangenen Winter im Europacup siebenmal punkten konnte – Top-Resultat: Rang zwölf in Hasliberg (Sz) – und sich zum Saisonabschluss zur Vizestaatsmeisterin im Slalom hinter Natalie Falch krönte. Nachdem die Bischofshofnerin aber wie schon in den Jahren zuvor keine Berücksichtigung in den ÖSV-Kadern gefunden hatte, ist jetzt Schluss.
Seitenwechsel ins Montafon
Statt also weiter selbst durch den Stangenwald zu jagen, wird sie in Zukunft ihre Erfahrung an die Jugend weitergeben. „Mit Beginn des Schuljahrs werde ich als Trainerin in der Skimittelschule Schruns einsteigen“, verrät Stock. „Ich habe in den letzten Jahren in Salzburg im Sommer schon Kinder trainiert und freue mich jetzt auch im Winter mit ihnen arbeiten zu können.“
Wieder war es die Liebe
Doch wie kommt die Pongauerin überhaupt ins Montafon? Wie so oft in solchen Fällen ist der Umzug der Liebe geschuldet: Kathi ist seit längerer Zeit mit dem Tschaggunser Ex-Skicrosser Simon Fleisch liiert und bereits vor einiger Zeit nach Vorarlberg übersiedelt.
Ein absoluter Glücksfall
Für Marcel Schoder, den sportlichen Leiter der SMS Schruns ist die Verpflichtung von Stock „ein absoluter Glücksfall! Ich versuche immer ehemalige Aktive für die Arbeit bei uns zu gewinnen“, sagt der 41-Jährige, der seit 2007 als Trainer in der Kaderschmiede tätig ist.
„Gerade bei Kindern im Mittelschulalter ist es wichtig, dass die Betreuerinnen und Betreuer gewisse Übungen und Techniken selbst vorzeigen können. Und Kathi kommt ja direkt aus dem Rennsport“. Zudem sei durch den geringeren Altersunterschied der soziale Austausch ein anderer. „Sie sollte generell mit ihrer menschlichen Art hervorragend in unser Team passen.“
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