Beratungen in Genf

Darüber sprechen die USA und Ukraine am Donnerstag

Außenpolitik
25.02.2026 12:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Donnerstag werden sich Delegationen aus der Ukraine und den USA wieder zu Verhandlungen in Genf treffen. Obwohl noch kein Kriegsende in der Ukraine in Sicht ist, soll es unter anderem um den Wiederaufbau des Landes gehen. Auch der Austausch von Kriegsgefangenen und ein künftiges trilaterales Treffen mit Russland stehen auf der Agenda.

Die ukrainische Delegation wird von Rustem Umjerow geleitet, dem Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates. Auf US-Seite nehmen der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, teil.

„Die erste Frage ist das Wohlstandspaket, das ist das Paket für den Wiederaufbau der Ukraine“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Regierung in Kiew hofft, in den kommenden zehn Jahren ungefähr 800 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 680 Milliarden Euro) an öffentlichen und privaten Mitteln für den Wiederaufbau zu mobilisieren. Laut einer Schätzung der Weltbank belaufen sich die Kosten bereits jetzt auf rund 588 Milliarden Dollar (umgerechnet 499,28 Milliarden Euro). Dieser Berechnung liegen Daten von Februar 2022 bis Ende 2025 zugrunde.

Keine Gelder vor Waffenstillstand
Gelder dürften erst nach einem Waffenstillstand und einem Friedensabkommen fließen. Bisher blieben die unter US-Vermittlung geführten Gespräche ohne Durchbruch in zentralen Streitpunkten wie Gebietsfragen. Weitere Themen am Donnerstag sollen Details eines Austauschs von Kriegsgefangenen und Vorbereitungen für ein trilaterales Treffen unter Einbeziehung Russlands sein. Selenskyj hoffe, dass eine solche Verhandlungsrunde Anfang März stattfinden könne.

Treffen der Sonderkoordinatoren in Wien
Auch in Wien wird es am Donnerstag und Freitag um den Wiederaufbau der Ukraine gehen. Auf Initiative des Außenministeriums werden knapp 50 Sonderkoordinatorinnen und Sonderkoordinatoren aus Europa, Kanada, Japan, Korea, der Türkei sowie internationaler Finanzinstitutionen wie der Weltbank und Europäischen Investitionsbank (EIB) erwartet. Die Wiederaufbauaktivitäten müssten effizienter und stärker international koordiniert werden, teilte das österreichische Außenministerium mit. Das Treffen wird von Ministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und Regierungskoordinator Wolfgang Anzengruber eröffnet.

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