Infrastruktur kaputt

Moskau schickt Großstadt Belgorod mobile Toiletten

Außenpolitik
19.02.2026 08:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die russische Stadt Belgorod ist häufig im Visier von ukrainischen Angriffen – die Bevölkerung leidet nicht nur unter dem Beschuss, sondern auch an der maroden Infrastruktur. Zur Verbesserung der sanitären Lage wurden nun mobile Toiletten an öffentlichen Plätzen aufgestellt. 

Drohnen- und Raketenattacken mit Toten und Verletzten stehen in der russischen Großstadt auf der Tagesordnung. Doch die Bewohner haben auch mit anderen Problemen zu kämpfen – durch die Angriffe wird auch die Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser stark in Mitleidenschaft gezogen.

Mobile Toiletten sollen das Leben der Stadtbewohner etwas erleichtern.
Mobile Toiletten sollen das Leben der Stadtbewohner etwas erleichtern.(Bild: Telegram/Настоящий Гладков)

Viele Toilettenspülungen gehen nicht mehr
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow freute sich am Mittwoch über Unterstützung aus Moskau: Die Regierung schickte dem Politiker zufolge 250 mobilen Toiletten, die auf öffentlichen Plätzen aufgestellt werden. „Sie sind eine große Hilfe“, erklärte Gladkow. Auf einem Video, dass er im Onlinedienst Telegram veröffentlichte, wurde gezeigt, wie die stillen Örtchen mit Lastwagen angeliefert werden. Viele Toilettenspülungen dürften aktuell in der Stadt mit 350.000 Einwohnern nicht funktionieren. 

Weitere Videos in sozialen Medien zeigen, dass in Belgorod abends öfter der Strom ausfällt. Laut Gladkow würden hunderttausend Menschen unter dem Mangel an Wärme, Wasser und Strom leiden. Man müsse auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet sein. „Wir hoffen, dass diese nicht eintreten, aber es ist besser vorbereitet zu sein“, so der Gouverneur.

Ein Gebäude in Belgorod steht nach einer Drohnenattacke in Flammen.
Ein Gebäude in Belgorod steht nach einer Drohnenattacke in Flammen.(Bild: Wjatscheslaw Gladkow)

Gouverneur: „Leider ist die Lage, wie sie ist“
Die Stadt würde enorm unter den Angriffen der Ukraine leiden. „Als ich heute von einer Geschäftsreise zurückkam, habe ich mir Berichte über die Reparaturen von Schäden angehört, die durch dauerhafte Angriffe der ukrainischen Armee auf Energieanlagen entstanden sind“, erklärte Gladkow. Es sein viele Schäden entdeckt worden. „Leider ist die Lage, wie sie ist“, bedauerte er und versprach einen Wiederaufbau. 

Laut Gladkow wurden Energieanlagen, aber auch zivile Gebäude bei den Angriffen getroffen. Die Stadt nahe der ukrainischen Grenze hat große militärische Bedeutung: In Depots des russischen Militärs werden Ausrüstung und Kraftstoffe gelagert. 

Gegenseitige Angriffe auf Infrastruktur
Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch die Infrastruktur der Ukraine. Das Energienetz dort ist inzwischen so geschwächt, dass vielerorts die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen müssen. Aber auch die Russen selbst spüren zunehmend die Folgen des Krieges. Belgorod ist eine der am stärksten betroffenen Regionen. 

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