Im mysteriösen Fall der vermissten 84-jährigen Nancy Guthrie aus Arizona hat US-Präsident Donald Trump den Kidnappern eine drastische Botschaft gesendet: Wenn die Seniorin nicht unverletzt freigelassen wird, drohen den Tätern „sehr, sehr schwere“ Strafen – im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe. Zuvor hatte der zuständige Sheriff in Pima County klargestellt, dass Angehörige von Guthrie nicht im Fokus der Ermittlungen stehen.
„Die Guthrie-Familie – das schließt alle Geschwister und deren Ehepartner ein – sind als mögliche Verdächtige in dem Fall ausgeschlossen worden“, twitterte Sheriff Chris Nanos am Dienstag. „Etwas anderes zu suggerieren, ist nicht nur falsch, es ist grausam.“
Familie ist Opfer
Dem US-Sender CNN zufolge nahm Nanos mit seinen Aussagen Bezug auf Spekulationen selbst ernannter Online-Detektive oder auch einzelner Medien darüber, inwiefern Angehörige beim Verschwinden der seit gut zwei Wochen vermissten 84-Jährigen eine Rolle spielen könnten. Die Familienmitglieder seien selbst Opfer des Geschehens, stellte Nanos klar – „so einfach ist das“. Laut einem Ermittlungsexperten des Senders spricht die Verdachts-Freisprechung der Familie für mögliche Fortschritte bei den Ermittlungen, da dafür erst einmal genügend Informationen zum Tatgeschehen selbst vorliegen müssten.
Trump bekräftigte in einem Telefoninterview mit der „New York Post“, er erwarte, dass das Justizministerium im Fall des Todes von Guthrie die Todesstrafe beantragt. „Am ehesten, ja – das stimmt“, sagte der ehemalige Präsident auf Nachfrage. Seine deutlichen Worte setzen den Druck auf die Entführer weiter in die Höhe, während die Suche nach der Vermissten andauert.
„Rache“ mögliches Motiv
Die Seniorin ist die Mutter der aus dem US-Frühstücksfernsehen bekannten Moderatorin Savannah Guthrie. Die Tochter hat wiederholt in Videobotschaften eindringlich an den oder die mutmaßlichen Entführer appelliert, die herzkranke, auf Medikamente angewiesene Pensionistin freizulassen.
Ermittler prüfen Berichten zufolge, ob Nancy Guthrie als Teil eines „Racheplans“ entführt worden sein könnte. Die 84-Jährige wird seit dem 1. Februar vermisst. Das Sheriff’s Department von Pima County erklärte, man habe Schwierigkeiten, ein Motiv für ihr Verschwinden zu finden.
Bezugnehmend auf einen maskierten Eindringling, der auf einer Überwachungskamera vor Nancys Haus in Tucson, Arizona, zu sehen ist, sagte Sheriff Chris Nanos der „Daily Mail“: „Hier ist jemand einfach vom Erdboden verschwunden, und jetzt haben wir eine Kameraaufnahme, die zeigt: Das ist die Person, die es getan hat. Und deshalb sage ich, dass es sich um eine Entführung handelt. Beim Motiv bleiben wir hängen, oder? Geht es um Geld? Wir hatten diese eine Forderung. Aber geht es wirklich um Geld – oder um Rache für irgendetwas?“
Belohnung ausgesetzt
Die Behörden haben DNA-Spuren gefunden, die weder Nancy noch Personen aus ihrem engeren Umfeld zugeordnet werden konnten. Das Sheriff‘s Department erklärte, dass diese auf dem Grundstück gesichert wurden. Ermittler arbeiten daran, zu klären, zu wem sie gehören. Das FBI erhöhte außerdem die Belohnung auf bis zu 100.000 Dollar für Hinweise, die zur Auffindung von Nancy oder zur Festnahme der Verantwortlichen führen.
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