Schwieriger Einsatz

Acht Tote durch Lawine in kalifornischen Bergen

Ausland
19.02.2026 06:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens acht Wintersportler bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Ein weiterer Skifahrer wurde am Mittwoch noch vermisst, wie die Polizei von Nevada County mitteilte. Die Suche nach den Tourengehern hatte am Vortag begonnen, sie gestaltete sich wegen starker Schneefälle schwierig.

Eine Gruppe von 15 Sportlern, darunter vier Skiführer, geriet laut Angaben des Sheriffs Office in die Lawine. Sechs Menschen konnten gerettet werden – sie trugen teilweise Verletzungen davon. Zwei Sportler mussten demnach in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Skitourengeher wird nach dem Unglück im Tahoe-Nationalwald noch vermisst.

Dienstagvormittag war gegen 11.30 Uhr (Ortszeit) bei der Notrufzentrale ein automatisches Notsignal eingegangen. Diese wurde sowohl durch Lawinen-Verschüttetensuchgeräte als auch über eine Satelliten-SOS-Funktion ausgelöst. Die Gruppe – vier Bergführer und elf Gäste – war auf dem Rückweg einer dreitägigen geführten Skitour im freien Gelände zu den Frog-Lake-Hütten gewesen, als sich ein Schneebrett löste – eine schwere Neuschneelast auf einer instabilen Schneeschicht.

Am Dienstag war vor einer „hohen“ Lawinengefahr gewarnt worden. „Schnell zunehmende Schneefälle, ...
Am Dienstag war vor einer „hohen“ Lawinengefahr gewarnt worden. „Schnell zunehmende Schneefälle, schwache Schneeschichten und stürmische Winde, die den Schnee verwehen, haben in den Bergen gefährliche Bedingungen geschaffen“, erklärte das Sierra Avalanche Center.(Bild: AP/Anthony Edwards)

Helfer brauchten Stunden, um zu Gruppe zu gelangen
„Aufgrund der extremen Wetterbedingungen dauerte es mehrere Stunden, bis die Rettungskräfte die Skifahrer sicher erreichten und in Sicherheit brachten, wo sie von der Feuerwehr Truckee medizinisch untersucht wurden“, teilte das Sheriffbüro von Nevada County mit. 

Mehr als 50 speziell ausgebildete Kräfte, darunter viele Freiwillige, arbeiteten sich bei Sturm, Schneetreiben und zeitweise schlechter Sicht ins Gelände vor. Eine Pistenraupe kam nur bis auf gut drei Kilometer an die Unglücksstelle heran. Von dort aus mussten die Einsatzkräfte auf Skiern weiter. Erst gegen 17.30 Uhr (Ortszeit) erreichte das erste Team die Überlebenden

Die Karte zeigt den Ort eines Lawinenunglücks im Skigebiet von Castle Peak in Kalifornien. Castle Peak liegt nordöstlich von Sacramento nahe der Grenze zu Nevada. Quelle: APA.

Die Retter waren selbst der Gefahr durch weitere Lawinen ausgesetzt, wie Brandon Schwartz, Direktor des Sierra Avalanche Center, gegenüber ABC News erklärte. Der Berg Castle Peak befindet sich im Nationalwald Tahoe an der Grenze zum US-Bundesstaat Nevada. Das Gebiet liegt zwischen der kalifornischen Hauptstadt Sacramento und Reno.

Skifahrer waren gerade auf Rückweg von Tour
Die Lawine war in der Nähe der Frog Lake Hütten abgegangen, wo die Skitourengruppe seit Sonntag übernachtet hatte. „Die Gruppe befand sich gerade auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt der Wanderung am Ende einer dreitägigen Tour, als sich der Vorfall ereignete“, erklärte die Bergführer-Organisation Blackbird Mountain Guides.

Das Sheriffbüro sei mit der Gruppe  über einen Notfall-Satelliten-Nachrichtendienst in Kontakt gewesen, über den sie Textnachrichten senden konnten. Die sechs hatten sich in einem Wald in Sicherheit gebracht. Sie litten laut Angaben der Einsatzleitung unter Verletzungen und medizinischen Problemen, zwei von ihnen konnten nicht mehr gehen. Drei Tote hatten sie demnach selbst bereits im Lawinenfeld ausgemacht, während sie auf Hilfe warteten. Von den sechs Geretteten ist einer ein Bergführer. Die fünf anderen Überlebenden sind Gäste, drei Männer und zwei Frauen.

Kalifornien war seit Sonntag von einem Sturm heimgesucht worden. Er führte südlich von Los Angeles zu starken Regenfällen und in den Bergen im Norden des Bundesstaates zu starken Schneefällen. Die Toten konnten bisher nicht geborgen werden – das Gelände sei steil, die Gefahr weiterer Lawinen hoch und der Einsatz für die Rettungskräfte schwierig, hieß es.

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