Der nach Christian Kerns Rückzieher im möglichen Duell um den Parteivorsitz eben nicht mehr geheim gebliebene Geheimplan sorgte für Wirbel. Die „Krone“ enthüllte die Überlegungen für den Fall der Machtübernahme in der SPÖ. Kern selbst wies all das als „frei erfunden“ zurück – was Brisanz birgt, da das Treffen des Ex-Kanzlers mit dem Bundespräsidenten in der Hofburg nun auch offiziell bestätigt wird.
Heftige Wellen schlug der „Krone“-Bericht zum Geheimplan des roten Ex-Kanzlers Christian Kern. Wie gleich mehrere enge Vertraute erklärten, wollte Kern selbst, immerhin Ex-ÖBB-Chef und aktuell, wie eben weiter Geschäftsführer der international tätigen Lokomotiv-Leasing-Firma ELL, eher Verkehrsminister werden.
Zudem soll im Kreis der Kern-Vertrauten klar abgesprochen gewesen sein, dass man dem ehemaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda seinen alten Job im Falle der Machtübernahme wieder anbieten wollte. Drozda selbst erklärte daraufhin, nicht an dem Geheimplan mitgewirkt zu haben und auch keinen Wunsch zu hegen, in die Politik zurückzukehren.
Pläne mit First Lady werden dementiert
Ein weiterer, im Kern-Team Kerns gar nicht so geheimer Plan war es, Österreichs First Lady Doris Schmidauer, die Kern und seine (angebliche) Lebensgefährtin, die Schauspielerin Verena Altenberger, beide sehr schätzen sollen, zur Staatssekretärin zu machen.
Die gute Bekanntschaft von Schmidauer und Altenberger ist auch auf gemeinsamen Opernball-Bildern des Jahres 2023 in der Präsidentschaftsloge dokumentiert. Kern selbst äußerte sich am Sonntag zu all dem via X (vormals Twitter) und wies das Treffen samt den Inhalten des Plans als „frei erfunden“ zurück.
Das dürfte aber bestenfalls nur die halbe Wahrheit sein. Bereits vor der Veröffentlichung des Artikels dementierte man das Treffen mit Kern in der Hofburg nicht – am Sonntag folgte die Bestätigung des Termins. Nicht bestätigen wollte man freilich die „frei erfundenen“ Inhalte.
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