Dreh in Wattens

Fahndung im TV nach Horror-Überfall auf Hotelier

Tirol
15.02.2026 20:00

Der Tatort wurde nun zum Drehort: In jenem Zimmer, in dem im August ein Räuberduo einem Tiroler Hotelier (79) auflauerte und beraubte, fanden kürzlich Dreharbeiten statt. In der Sendung „Fahndung Österreich“ von ServusTV wird der mysteriöse Fall am Mittwoch ausgestrahlt.

„Die Täter haben wohl gewusst, dass ich mein Zimmer nicht versperre, wenn ich runtergehe, um vor dem Hotel das Licht auszumachen“, sinniert Hotelier Johann („Johnny“) Grander nach dem Horrorerlebnis. 

Überwältigt und mit Kabelbindern gefesselt
Als er am 28. August gegen 22 Uhr zurückkehrte, lauerten schon die beiden schwarz gekleideten Täter im Raum. Sie überwältigen den illustren Hotelier, der im selben Haus auch einen Nachtclub betreibt, und fesselten ihn mit Kabelbindern. 

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Ich kann fast alle österreichischen Dialekte, auch den Tiroler. Allzu viel zu sagen habe ich beim Überfall aber ohnehin nicht.

Schauspieler Johannes Seilern

Schauspieler Johannes Seilern schlüpfte für die Dreharbeiten in Johnnys Rolle – mit erstaunlicher Ähnlichkeit zum Opfer: „Ich kann fast alle österreichischen Dialekte“, schmunzelte der nun in Wien lebende gebürtige Vorarlberger über die nicht allzu große sprachliche Herausforderung.

Viel zu sagen hatte Johnny ohnehin nicht, denn nach Schlägen ins Gesicht, einer Wunde am Ohr und Prellungen war er tief geschockt und perplex. Mit Kabelbindern gefesselt und mit zugeklebtem Mund harrte er dann am Boden liegend aus.

Schauspieler Johannes Seilern (links) ähnelt dem Opfer sehr, rechts Produzent Andreas ...
Schauspieler Johannes Seilern (links) ähnelt dem Opfer sehr, rechts Produzent Andreas Mannsberger.(Bild: ZOOM Tirol)
(Bild: ServusTV/Sebastian Marko)

„Die Räuber entkamen mit rund 5000 Euro aus zwei Kassen“, blickt er zurück. Am verhängnisvollen Abend konnte er sich zum Glück selbst von den Fesseln befreien und die Lebensgefährtin des Sohnes am Handy anrufen.

Dreh am Schauplatz der Tat – nicht immer möglich
„Das Besondere ist, dass wir direkt am Schauplatz des Geschehens drehen konnten“, sagt Produzent Andreas Mannsberger (Mabon Film). In der Regel seien es drei bis vier Drehtage, etwa 30 bis 40 Stunden, bis ein Fall für „Fahndung Österreich“ im Kasten ist. 

Der „echte“ Johnny, Johann Grander, lässt sich nicht unterkriegen. Training gehört vor und nach ...
Der „echte“ Johnny, Johann Grander, lässt sich nicht unterkriegen. Training gehört vor und nach dem Schockerlebnis zu seinem Alltag.(Bild: ZOOM Tirol)

„Ich fürchte, die sind längst über alle Berge“
Der Tiroler Hotelier-Coup ist einer der Fälle, die von ServusTV  bei der Sendung „Fahndung Österreich“ (Mittwoch, 18. Februar, 20.15 Uhr) ausgestrahlt werden. Wie schätzt Johnny selbst die Chancen auf einen Fahndungserfolg ein? „Ich fürchte, die Täter sind irgendwo in Osteuropa längst über alle Berge.“ 

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