Skeleton-Krimi

Flock bleibt auch nach Lauf zwei auf Gold-Kurs

Olympia
13.02.2026 18:42
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Janine Flock darf sich berechtigte Hoffnungen machen, ihre Skeleton-Karriere mit ihrer ersten Olympia-Medaille zu krönen. Die 36-jährige Tirolerin führt nach zwei von vier Läufen vor den beiden Deutschen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer – mit 0,04 bzw. 0,13 Sekunden Vorsprung. Am Samstag (18 Uhr) steigt der Showdown! 

„Jetzt verfolgen mich die starken deutschen Damen, da wird es sehr, sehr spannend“, sagte Flock. „Aber das ist Wettkampf, und ich freue mich auf morgen, wenn es weitergeht.“ Es mache ihr Spaß, in Cortina zu fahren. „Es ist wirklich eine Freude, die Bahn ist in einem sehr guten Zustand.“ Sie habe eine ganz gute Performance aufs Eis gelegt, meinte die viermalige Europameisterin. „Ich möchte einfach den Fluss mitnehmen und die Läufe morgen genießen.“

(Bild: AP/Alessandra Tarantino)

Gelungener Start mit Nummer 1
Im ersten Lauf war Flock mit Bahnrekord (57,22) im neuen Eiskanal „Eugenio Monti“ die Schnellste – 0,02 Sekunden vor Kreher und 0,19 vor der Britin Tabitha Stoecker. Letztere war am Start zwei Zehntelsekunden schneller als die Österreicherin, die mit der selbst gewählten Startnummer 1 aber die beste Linie fand. „Es ist wunderschön, wenn man ein olympisches Rennen mit der Nummer eins eröffnen darf“, sagte Flock bei ihren vierten Spielen.

  Ihre Rivalinnen machten im ersten Lauf noch allesamt Fehler, fanden im zweiten aber in die Spur. Pfeifer entriss Flock in 57,18 den Bahnrekord. „Der zweite Lauf war noch nicht perfekt, aber wesentlich besser. Ich kann noch viel besser fahren und bin entspannt für morgen“, versicherte die 31-Jährige, wie Flock dreimalige Weltcup-Gesamtsiegerin und zweifache Saisonsiegerin.

Flock quetschte mit der zweitbesten Laufzeit noch einmal zwei Hundertstelsekunden auf Ex-Weltmeisterin Kreher heraus. Die britischen Mitfavoritinnen Stoecker und Freya Tarbit liegen nach zwei Durchgängen als Fünfte und Sechste bereits 0,53 bzw. 0,68 Sekunden zurück. Gesamtweltcupsiegerin Kim Meylemans aus Belgien (+0,84) landete noch hinter der Chinesin Zhao Dan (+0,69) auf Zwischenrang acht.

Gesundheitliche Probleme überwunden
Eine Anfang Jänner im Training erlittene Gehirnerschütterung hatte Flock um die Chance auf ihren vierten Weltcup-Gesamtsieg gebracht. Dazu plagten die Tirolerin zuletzt immer wieder leichte Rückenprobleme. „Ich habe mir genügend Zeit gegeben“, erklärte Flock im ORF. „Deswegen stehe ich jetzt in einer guten Form da.“ Auf ihre fahrerischen Qualitäten konnte sich Flock an Tag eins in Cortina ohnehin verlassen.

Bei Olympia 2018 in Pyeongchang war Flock zur Halbzeit Zweite gewesen und hatte nach drei von vier Läufen sogar geführt. Am Ende reichte es aber um zwei Hundertstelsekunden nicht zu einer Medaille. Bei ihrer Olympia-Premiere 2014 in Sotschi sowie 2022 in Peking hatte Flock ihre Medaillenhoffnungen jeweils bereits nach dem ersten Tag begraben müssen, wurde schließlich Neunte bzw. Zehnte. Gold holte sich vor vier Jahren in China etwas überraschend Neise.

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