Aus dem Exil in den USA fordert Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten letzten Schah von Persien, die gewaltsame Entfernung des Mullah-Regimes im Iran.
Ein gezielter Militärschlag gegen die Machthaber in Teheran, so Pahlavi im „Spiegel“-Interview, würde den Iranern „eine faire Chance im Kampf um Freiheit“ geben. Er versteht einen Schlag gegen Revolutionsgarden und Repressionsapparate nicht als äußere Intervention, sondern als humanitäres Eingreifen, das weiteres Blutvergießen verhindern könne. Das Regime sei geschwächt, seine Führung verstecke sich, Vermögen würden außer Landes gebracht – ein entschlossener militärischer Eingriff könne den Zusammenbruch beschleunigen.
Pahlavi will „Vermittler des Übergangs“ sein
Pahlavi präsentiert sich als politischer Übergangsakteur. Er kündigt an, den Widerstand nicht nur aus dem Exil zu organisieren, sondern ihn auch aus dem Iran führen zu wollen – selbst wenn ihn das sein Leben kosten würde. Seine Rolle sieht er nicht als künftiger Machthaber, sondern als „Vermittler des Übergangs“. Über die Staatsform solle später das iranische Volk entscheiden, in freien Wahlen und einem Referendum.
Flankiert wird diese Position von geopolitischen Spannungen. US-Präsident Donald Trump gibt weiterhin Verhandlungen mit Teheran den Vorrang. Bei seinem Besuch in Washington warnte Israels Premier Benjamin Netanyahu vor Abkommen, die sich allein auf das iranische Atomprogramm beschränken. Er hält einen militärischen Konflikt langfristig für kaum vermeidbar.

„Lang lebe der König“
Bei den Unruhen Ende Dezember und Anfang Jänner im Iran forderten viele Demonstranten die Rückkehr der Monarchie, die nach der islamischen Revolution 1979 gestürzt wurde. Mit Parolen wie „Lang lebe der König“ und „Das ist der letzte Kampf, Pahlavi wird zurückkehren“ machten sie deutlich, wen sie sich nach einem möglichen Sturz der islamischen Republik als Übergangslösung wünschen. Doch Pahlavi hat wegen der undemokratischen Vergangenheit seines Vaters auch viele Kritiker im Land.
Pahlavi hatte bereits nach der Bewegung „Frau – Leben – Freiheit“ 2022 versucht, die Rolle des Oppositionsführers einzunehmen. Doch außer verbaler Unterstützung konnte er wenig bewirken, weshalb seine Bedeutung schnell verblasste.
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