Keine Milliardenklage

Super League: UEFA einigt sich mit Real Madrid

Fußball International
11.02.2026 17:17
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die umstrittene Super League ist endgültig vom Tisch. Nach langem Rechtsstreit und einer möglichen Milliardenklage haben die UEFA und Real Madrid ihre heftige Auseinandersetzung um eine exklusive Spielklasse der Spitzenklubs beigelegt. 

Wie der Europäische Kontinentalverband und der spanische Topverein mitteilten, habe man eine „Einigung zum Wohle des europäischen Club-Fußballs“ getroffen.

  Damit endet ein seit 2021 schwelender, aufsehenerregender Streit zwischen dem Dachverband und Real Madrid als letztem von mehreren Clubs, die mit der geplanten Gründung einer eigenen Superliga für großen Wirbel gesorgt hatten. Einen Konkurrenz-Wettbewerb zur Champions League der UEFA wird es nun nicht mehr geben.

Florentino Perez
Florentino Perez(Bild: AFP/CHANDAN KHANNA)

  Man habe eine Einigung getroffen, die den „Grundsatz des sportlichen Verdienstes respektiert, wobei der Schwerpunkt auf der langfristigen Nachhaltigkeit der Clubs und der Verbesserung des Fanerlebnisses durch den Einsatz von Technologie liegt“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Kein Kampf vor Gerichten mehr
Der Knackpunkt folgt in der Mitteilung im nächsten Absatz: „Diese Grundsatzvereinbarung wird auch dazu dienen, ihre Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der europäischen Super League beizulegen, sobald diese Grundsätze umgesetzt sind.“

Zuletzt hatten Real Madrid und sein Präsident Florentino Perez als treibende Kraft spanischen Medienberichten zufolge eine Milliardenklage gegen die UEFA vorbereitet, da man sich durch die zentrale Organisation der Club-Wettbewerbe benachteiligt sah. Der Fall hatte bereits mehrere spanische und europäische Gerichte beschäftigt.

Englische Vereine sprangen bei Superliga-Projekt schnell ab
Vor knapp fünf Jahren hatte der Vorstoß zur Super League, die in einem geschlossenen System ohne sportliche Qualifikation spielen wollte, für großes Aufsehen gesorgt. Nach heftigen Fan-Protesten sprangen aber mehrere englische Vereine schnell ab. Zuletzt standen Real und der FC Barcelona weitgehend alleine da. In der Vorwoche hatten auch die Katalanen endgültig Abstand genommen.

Dennoch kamen die Einigung und das Real-Statement zu diesem Zeitpunkt für viele Experten unerwartet. Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist die Vereinbarung am Vortag des UEFA-Kongresses in Brüssel ein Erfolg.

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