Ursache geklärt

Feuerwehrmann zündelte direkt neben dem Depot

Oberösterreich
08.02.2026 12:02

Diese Nachricht trifft die Feuerwehrleute ins Mark. Denn es soll einer aus den eigenen Reihen gewesen sein, der im Mühlviertel für einen Großeinsatz gesorgt hatte. Ein 34-jähriger Florianijünger gab zu, das Feuer in einer Maschinenhalle direkt neben dem Feuerwehrdepot gelegt zu haben.

Das Feuer hätte viel schlimmere Folgen haben können, aber zum Glück hatte ein 40-Jähriger aus Luftenberg in der Nacht zum Samstag Alarm geschlagen, dass er einen Feuerschein nahe dem Feuerwehrdepot Pürach sieht. Elf Wehren mit 110 Helfern rückten an und konnten die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Nach eineinhalb Stunden war „Brand aus“ und der Sachschaden konnte auf unter 100.000 Euro begrenzt werden.

Verdacht fiel auf Helfer
Doch als am Samstagvormittag klar wurde, dass es keinen technischen Defekt gab, der den Brand ausgelöst haben könnte, ermittelte die Brandgruppe des Landeskriminalamts in Richtung „Zündler“. Und rasch fiel der Verdacht auf einen 34-jährigen Feuerwehrmann. Dieser leugnete zuerst, gab aber dann zu, für die Flammen verantwortlich zu sein. Ein Motiv konnte der Florianijünger nicht nennen. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt. 

Kameraden saßen gerade zusammen
Das Feuer brach übrigens aus, nachdem die Püracher Feuerwehrleute ihre Jahreshauptversammlung abgeschlossen hatten. Die meisten Kameraden waren noch im „Ausklang“ in Luftenberg im Veranstaltungszentrum, als der Alarm losging. 

Interne Konsequenzen
Feuerwehrintern wird später geprüft, ob der Kamerad von seiner Funktion suspendiert oder aus der Feuerwehr ausgeschlossen wird. Dieser Schritt erfolgt meist erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung – so lange gilt für den Mühlviertler auch die Unschuldsvermutung. „Darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt zu reden sein, jetzt muss die Polizei erst einmal alles aufarbeiten“, sagt der zuständige Abschnittsfeuerwehrkommandant Christoph Neuhauser auf „Krone“-Anfrage.

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