„Sicherheits-Allianz“

OÖ. Betriebe wollen von Aufrüstung profitieren

Oberösterreich
08.02.2026 14:00

Europaweit fließen aktuell Milliarden in Sicherheit und Verteidigung. Auch oberösterreichische Unternehmen wollen von den Investitionen profitieren – eine eigens dafür gegründete Allianz hat regen Zulauf.

Steyr Motors will seinen Umsatz heuer, wie berichtet, fast verdoppeln. Im Vorjahr stammten 60 Prozent des Geschäfts aus dem Verteidigungsbereich – die Steyrer bauen etwa Motoren für militärische Fahrzeuge. Es ist nicht das einzige heimische Unternehmen, das von den europaweit milliardenschweren Investitionen in Verteidigung profitieren könnte.

Mehr als 90 Unternehmen
„Die sicherheitspolitische Neuausrichtung Europas eröffnet enorme wirtschaftliche Chancen“, meint auch Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Im Juli gründete das Land eine „Sicherheits-Allianz“, die Betrieben als Informationsdrehscheibe dienen soll. Anfangs waren 16 Firmen und Institutionen – von Polizei über Fachhochschule bis zu Leitbetrieben wie Rosenbauer – im Strategieboard vertreten, mittlerweile haben bereits mehr als 90 Unternehmen die Angebote der „Sicherheits-Allianz“ in Anspruch genommen.

Motorenbauer Steyr Motors ist Teil der „Sicherheits-Allianz“ OÖ
Motorenbauer Steyr Motors ist Teil der „Sicherheits-Allianz“ OÖ(Bild: Fotostudio Eder)

Schlüsselbereiche verstärken
Das Netzwerk soll laut Achleitner vor allem zivile Bereiche wie Katastrophenschutz, Cybersecurity, Kommunikation oder Werkstofftechnik bedienen – in solchen „Schlüsselbereichen“ würden heimische Unternehmen „über exzellentes Know-how verfügen“.

Manche Namen überraschen
Tatsächlich finden sich im Strategieboard der „Sicherheits-Allianz“ Unternehmen, die man zunächst nicht mit Landesverteidigung in Verbindung bringen würde. Etwa das Linzer KI-Startup NXAI. Die Firma sieht ihre Stärken in der „Vorhersage von Energieverbräuchen und Fluten, bei der Suche nach neuen Medikamenten oder im Cyberraum“, heißt es von einem Sprecher. „In diesen Bereichen investiert Europa und wir spüren Nachfrage von Kunden.“

Ebenfalls Teil der Allianz ist Fahrzeugbauer Steyr Automotive. Potenzial für neue Aufträge sieht das Unternehmen etwa bei „Rettungs-, Transport- oder Logistiklösungen“.

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