Nina Ortlieb war nach ihrem ersten Olympia-Abfahrtstraining in Cortina nicht gut auf die Jury zu sprechen. Direkt nach der ÖSV-Läuferin wurde die Übungseinheit wegen schlechter Sicht lange unterbrochen. Aus der Sicht der Vorarlbergerin deutlich zu spät.
Mit Startnummer fünf kam Nina Ortlieb verärgert im Ziel an. Dabei gab es eine „Scheibenwischer“-Geste mit ihrer Hand, denn viel hatte sie bei ihrer Fahrt zuvor nicht gesehen. „Im untersten Drittel war auf einmal eine Nebelbank, ich habe kein einziges Tor mehr gesehen. Bei einer Abfahrt mit über 100 km/h ist das eigentlich nicht lustig“, schüttelte sie im ORF-Interview den Kopf.
„Ich frage mich schon, warum …“
Eigentlich hatte sie damit gerechnet, dass einer der Pistenarbeiter sie mit einer Gelben Fahne abwinkt. „Aber wahrscheinlich hätte ich den Menschen gar nicht gesehen“, so Ortlieb. „Ich frage mich schon, warum man immer noch eine Läuferin durchdrücken muss. Ich bin froh, dass nichts passiert ist.“
Ihr sei zwar bewusst, dass Skisport ein Freiluftsport sei, „aber ich glaube, dass die Jury hin und wieder zu spät entscheidet. Schade, wenn man nur zwei Trainings hat und dann eine Passage nicht voll fahren kann.“
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