Weitgehend wirkungslos

Albanien hebt TikTok-Sperre wieder auf

Digital
05.02.2026 12:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Albanien hat die vor weniger als einem Jahr verhängte TikTok-Sperre wieder aufgehoben. Auslöser der Maßnahme war eine Messerstecherei unter Jugendlichen Ende 2024 gewesen, bei der ein 14-Jähriger getötet worden war. 

Die beiden beteiligten Gruppen hatten sich auf TikTok gegenseitig angefeindet und zu der am Ende tödlichen Schlägerei verabredet. Der Videodienst war daraufhin am 13. März des Vorjahres gesperrt worden – eine Maßnahme, die sich Experten zufolge jedoch als weitgehend wirkungslos erwies: Die meisten Albaner umgingen die Sperre durch die Nutzung von Tunneldiensten (VPN), die es ermöglichen, die eigene IP-Adresse zu verbergen. 

Nach einer Einschätzung des privaten Datenanalyseunternehmens Pikasa Analytics mit Sitz in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje hatte sich die TikTok-Nutzung eine Woche nach Inkrafttreten der Sperre in Albanien kaum verändert. Die Zahl der Postings sei um nur 3,3 Prozent gesunken, die der Video-Aufrufe sogar um 14 Prozent gestiegen, hielt das Unternehmen auf seiner Webseite fest.

Konstruktive Gespräche mit TikTok-Managern
Ministerpräsident Edi Rama sagte im Dezember des Vorjahrs dem Nachrichtenportal „politico.eu“, dass er Gespräche mit Eigentümervertretern der chinesischen Plattform geführt habe, die er als konstruktiv bezeichnete. „Die Sperre war wirksam, weil sie zur Kontaktaufnahme mit TikTok führte und einige Sicherheitsfeatures brachte, die bisher nicht vorhanden waren“, fuhr er fort.

Über die Einzelheiten der erwähnten Sicherheitsvorkehrungen – etwa Filter für Minderjährige oder gegen Hass- und Gewaltinhalte – liegen keine öffentlichen Informationen vor.

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